KZ-Gedenkstätte und LKH Moringen möchten Museumsprojekt verwirklichen

Mehr Licht ins Dunkel

Haben einen ehrgeizigen Plan: Dr. Dietmar Sedlaczek, Leiter der KZ-Gedenkstätte Moringen (links), und der Medizinische Direktor des LKH Moringen, Dr. Dirk Hesse, möchten auf diesem Dachboden ihr Konzept „Lernort Moringen“ verwirklichen. Foto: Mönkemeyer

Moringen. Die KZ-Gedenkstätte und das Landeskrankenhaus Moringen möchten gemeinsam mehr Licht ins Dunkel bringen – und zwar sowohl im wörtlichen als auch im übertragenen Sinn.

Der Planungsgruppe gehören neben dem Leiter der KZ-Gedenkstätte, Dr. Dietmar Sedlaczek, und dem Medizinischen Direktor des Landeskrankenhauses, Dr. Dirk Hesse, unter anderem auch Vertreter der Lagergemeinschaft und der Stiftung „Niedersächsische Gedenkstätten“ an. Vorgesehen ist, auf dem derzeit ungenutzen, dunklen Dachboden des ehemaligen KZ-Kommandantur-Gebäudes das Konzept „Lernort Moringen“ zu verwirklichen.

Zum einen sollen die neuen Räumlichkeiten für Schulprojekte, Fortbildungen, Seminare, Tagungen und öffentliche Vorträge zur Verfügung gestellt werden, die sich mit der NS-Zeit beschäftigen.

Außerdem soll in dem Gebäude, in dem heute die Krankenpflegeschule des Landeskrankenhauses untergebracht ist, eine Geschichtswerkstatt installiert werden, die computergestützte Lernstationen bietet und neue geschichtspädagogische Ansätze wie Theater- oder Comicprojekte ermöglicht. Dauer- und Wechselausstellungen sind ebenfalls vorgesehen.

Unter anderem sollen hier die Bilder von Hedwig Regnart (1908 – 2002) ausgestellt werden. Die Widerstandskämpferin wurde im Nationalsozialismus jahrelang verfolgt und war unter anderem im Frauen-KZ Moringen inhaftiert. „Ihre Zeichnungen sollen künftig den Besuchern eine Auseinandersetzung mit Geschichte über das Medium Kunst ermöglichen“, sagt Dr. Dietmar Sedlaczek. „Die ehemalige Kommandantur bildet dafür den richtigen Kontext.“

Von Niko Mönkemeyer

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