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Landkreis Northeim mietet in Einbeck neue Gemeinschaftsunterkunft an

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Von: Olaf Weiss

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Der Jawoll-Markt in Einbeck: In dem Gebäudekomplex ist bereits ein Impfzentrum eingerichtet. Nun kommt noch eine Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete aus der Ukraine dazu.
Der Jawoll-Markt in Einbeck: In dem Gebäudekomplex ist bereits ein Impfzentrum eingerichtet. Nun kommt noch eine Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete aus der Ukraine dazu. © Frank Bertram

Der Landkreis Northeim richtet eine weitere Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete ein. Dazu mietet er die Halle auf dem Jawoll-Gelände in Einbeck an.

Northeim / Einbeck – Der Mietvertrag läuft laut Kreisverwaltung ab Donnerstag, 1. September, zunächst für 12 Monate. Bis zu 110 Personen sollen nach den Worten von Landrätin Astrid Klinkert-Kittel dort unterkommen.

„Ich bin froh, dass wir durch die neue Unterkunft in Einbeck die anderen beiden Unterkünfte entlasten können und gleichzeitig Plätze schaffen, um auch weiterhin keine der uns zugewiesenen Schutz suchenden Menschen abweisen zu müssen“, sagte Klinkert-Kittel. Ziel bleibe aber, die Menschen schnellstmöglich dezentral in Wohnungen unterzubringen.

Sowohl die Gemeinschaftsunterkunft in Sievershausen als auch die in der Turnhalle der BBS Northeim sind nach Angaben der Kreisverwaltung derzeit mit rund 90 Prozent der verfügbaren Plätze belegt. Nach wie vor weist das Land Niedersachsen dem Landkreis Northeim Flüchtlinge zu und hat dabei steigende Zahlen für die nächsten Monate prognostiziert. Da die ankommenden Personen nicht sofort in die verfügbaren Wohnungen gebracht werden können, sei eine Erhöhung der Kapazitäten in den Gemeinschaftsunterkünften erforderlich.

Die Vorbereitungen zur Einrichtung der neuen Gemeinschaftsunterkunft in Einbeck liefen bereits, teilte die Kreisverwaltung weiter mit. So müsse unter anderem eine mobile Brandmeldeanlage beschafft werden. Um den Bewohnern eine gewisse Privatsphäre zu ermöglichen, sollen in der Halle Zelte aufgestellt werden, die in einzelne Räume separiert werden können.

Duschen und Toiletten werden in Form von Containern im Außenbereich aufgestellt. Eine Überdachung soll dafür sorgen, dass sie die Container trocken erreichen.

Ab Ende September sollen geflüchtete Menschen in der Halle einziehen. Betrieben werde die Unterkunft von dem Ortsverband Einbeck der Johanniter-Unfall-Hilfe, teilte die Kreisverwaltung weiter mit. Derzeit suchten die Johanniter noch Personal für den Betrieb. Interessierte können sich telefonisch unter 0 55 61/79 29 89 80 oder per E-Mail an einbeck@johanniter.de melden.

Geflüchtete bleiben so lange in der neuen Gemeinschaftsunterkunft in Einbeck, bis sie in die dezentral bereitgestellten und angemieteten Wohnungen verteilt werden.

Nach wie vor werden gemeldete Wohnungen besichtigt, bewertet, eingerichtet und entsprechende Verträge geschlossen, so die Kreisverwaltung.   (ows)

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