1. Startseite
  2. Lokales
  3. Northeim

Mehrwegpflicht ab morgen

Erstellt:

Kommentare

Mehrweg-Pflicht für Gastronomie: Was heißt das für die Kunden?
Symbolbild Mehrwegpflicht © Hauke-Christian Dittrich/dpa/dpa-tmn

„Mehrweg- oder Einweg-Verpackung?“ Diese Frage dürfte Kunden von Restaurants, Cafés und Bistros ab nächster Woche häufiger gestellt werden.

Northeim – Am 1. Januar tritt nämlich in ganz Deutschland die Mehrwegpflicht in Kraft. Betriebe, die Speisen und Getränke zum Mitnehmen anbieten, müssen ihren Kunden neben Einwegbehältern ab dann auch eine Mehrwegalternative zur Verfügung stellen. Die umweltschonendere Variante darf laut des Bundesministeriums für Umwelt maximal genauso viel kosten wie eine Einwegverpackung und nicht zu schlechteren Konditionen angeboten werden. Die Betriebe können dafür ebenso ein Pfandsystem einführen.

Obwohl kleinere Geschäfte mit maximal fünf Angestellten und weniger als 80 Quadratmeter Ladenfläche von der Mehrwegpflicht ausgenommen sind, müssen diese auch mitgebrachte Behälter von Kunden befüllen.

Massimo Scandurra von der Pizzeria Da Massimo in Uslar ist aktuell noch in Verhandlungen mit seinen Partnern. Ein Pfandsystem für die Mehrwegalternativen soll aber kommen. „Für die Umwelt ist das auf jeden Fall positiv, aber ob es die Gäste nutzen ist eine andere Sache“, sagt Scandurra. Obwohl er die Vorteile lobt, könne er sich auch vorstellen, dass manchen Kunden das Hin- und Herbringen der Pfandbehälter zu viel sein könnte.

Holm Fröchtenicht, Inhaber des Northeimer Cafés Mein Lieblingsplatz, sieht in der Mehrwegpflicht keine Herausforderung: Seit der Öffnung vor drei Jahren beinhalte sein Konzept die Verwendung von Glasflaschen und nachhaltigem Verpackungsmaterial.

Bereits seit einem Jahr bietet die Fleischerei Nixdorf in Moringen Mehrwegverpackungen an. Inhaberin Christine Nixdorf ist überzeugt vom Konzept und sagt, dass es bei den Kunden bisher gut angenommen wird. Sie nutzen das Pfandsystem Recup/Rebowl aus München.

Die Firma stattet Unternehmen sowohl mit Bechern als auch Schalen aus. Diese können von Verbrauchern bei einem der laut Internetseite über 16 000 teilnehmenden Betrieben wieder zurückgegeben oder dort gegen neue getauscht werden.

Auch McDonalds nutzt Recup. Das Unternehmen sagt auf Nachfrage der HNA, dass es bereits jetzt in allen Filialen umweltfreundliche Verpackungsalternativen anbietet. Diese können Kunden sowohl im Restaurant, bei der Abholung oder am McDrive auswählen. (fad)

Auch interessant

Kommentare