Mehrzweckhalle Höckelheim: Flachbau ist kein Thema mehr

Blick aus der Vogelperspektive: Dieser Vorschlag für den Wiederaufbau der Höckelheimer Mehrzweckhalle soll nicht weiterverfolgt werden. Foto: Rampfel / Grafik und Montage: Mönkemeyer

Höckelheim. Der eingeschossige Wiederaufbau der Höckelheimer Mehrzweckhalle scheint vom Tisch zu sein.

In seiner nächsten Sitzung am Dienstag, 19. Mai, wird sich des Ausschuss Planen, Bauen und Umwelt des Northeimer Rates lediglich mit dem Bau einer zweigeschossigen Halle beschäftigen.

Bei der gemeinsamen Sitzung mit dem Northeimer Schulausschuss und dem Ortsrat Höckelheim soll der ursprünglich von einer Arbeitsgruppe - bestehend aus dem Ortsrat sowie Vertretern der Vereine und der Northeimer Stadtverwaltung - erstellte Plan für den Wiederaufbau nicht weiter verfolgt werden. Der sah vor, die Halle eingeschossig zu errichten und einen Teil der Straße nördlich des Schulgeländes einzubeziehen (wir berichteten).

Kritik daran, dass in der Sitzung lediglich die zweigeschossige Bauweise zur Diskussion steht, wie sie von der Initiative „Wir für das Dorf“ vorgeschlagen wurde, gab es jetzt aus Reihen der Höckelheimer Einwohnerschaft.

In einem Schreiben an den Northeimer Bürgermeister und den Rat der Stadt Northeim vertritt der Höckelheimer Markus Koltermann die Ansicht, dass die Initiatoren lediglich die Meinung einiger weniger Anwohner vertreten, während die Mehrheit der Höckelheimer für die eingeschossige Planung sei - eine Einschätzung des Meinungsbildes, die auch Ortsbürgermeister Ludwig Binnewies teilt.

„Ich habe mit vielen Höckelheimern über dieses Thema gesprochen“, sagte Binnewies auf HNA-Anfrage. Dabei habe auch er den Eindruck gewonnen, dass die Mehrheit für den Vorschlag des Arbeitskreises ist. Insofern unterstütze er die in dem Schreiben an den Bürgermeister formulierte Forderung, den Tagesordnungspunkt in der Sitzung zu erweitern und auch den eingeschossigen Planungsentwurf bei den Beratungen zu berücksichtigen.  

Northeims Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser hält allerdings an der bereits im Ratsinformationssystem der Stadt Northeim veröffentlichte Sitzungsvorlage fest.

Knackpunkt der eingeschossigen Planung sei der Hochwasserschutz, sagte der Northeimer Verwaltungs-Chef gestern gegenüber der HNA. Vor dem Hintergrund, dass der Wiederaufbau möglichst schnell in die Wege geleitet werden müsse, um den Betrieb der Halle zum Schuljahrsbeginn 2016/17 zu gewährleisten, sei die zweigeschossige Bauweise zu favorisieren. Es ginge zu viel Zeit verloren, wenn man ein aufwändiges Wasserrechtsverfahren in die Wege leiten würde, um den Sachverhalt für den eingeschossigen Bau zu klären.

Dass der Hochwasserschutz geklärt werden muss, räumt auch Binnewies ein. Er ist aber davon überzeugt, dass der auch im Falle eines eingeschossigen Hallenneubaus gewährleistet werden kann. „Selbst bei einem Hochwasser wie dem von 1998 würde es bei dem eingeschossigen Planungsentwurf keine Schäden geben“, so der Ortsbürgermeister.

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