Minister Olaf Lies besucht PS-Speicher in Einbeck

In der Milchbar mit Vespa-Rollern: Wirtschaftsminister Olaf Lies (Zweiter von rechts) mit PS-Speicher-Stifter Karl-Heinz Rehkopf (rechts) und IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Horst Schrage. Foto: Bertram

Einbeck. Zum zweiten Mal fuhr Wirtschaftsminister Olaf Lies mit dem „Ilmeblitz“-Triebwagen der Ilmebahn die 4,4 Kilometer lange Strecke von Salzderhelden nach Einbeck.

Anders als vor zwei Jahren ließ der SPD-Politiker am Ende seiner diesjährigen Sommerreise keine Zweifel mehr aufkommen: „In zwei Jahren fahren wir planmäßig auf dieser Strecke.“

Rund acht Millionen Euro kostet das Projekt, die Bahntrasse für den Personenverkehr zu reaktivieren. Lies denkt aber auch schon weiter, wie er bei seinem Besuch im Einbecker PS-Speicher sagte: Optimal sei die aktive Bahnstrecke, um das Hotel Freigeist, das dort in wenigen Wochen eröffnet wird, das Oldtimer-Museum und die Event-Halle für 750 Menschen, die im nächsten Jahr fertig gestellt werden soll, mit dem Zug zu erreichen.

Zu den Plänen, zwischen Salzderhelden und Einbeck-Mitte einen Bahn-Haltepunkt am Firmenstandort der KWS Saat SE einzurichten, äußerte sich KWS-Unternehmensvertreter Georg Folttmann beim Besuch des Ministers: „Wir sind da dran“, sagte er.

Bei seinem Besuch im PS-Speicher meisterte Lies souverän die Kurven im Porsche-Fahrsimulator. „Alte Motorräder, alte Autos ansehen - das freut mein Ingenieur-Herz“, sagte er beim Rundgang durch die Oldtimer-Erlebnisausstellung zufrieden.

Doch auch eine Sorge treibt den für Verkehr zuständigen Minister bei seiner viertägigen Reise per Straße, Schiene und Schiff quer durch Niedersachsen um: „Mir fehlt die Aufbruchstimmung, wenn Verkehrsinfrastruktur gebaut wird.“ Viele würden nur die Bedenken sehen, wenn beispielsweise eine neue Straße gebaut werde. Bei Investitionen dürfe der ländliche Raum nicht vernachlässigt werden, nur so könne dieser an die Metropolen angebunden werden.

Zum Abschluss seiner Tour diskutierte der Wirtschaftsminister mit 50 Gästen über Infrastrukturprojekte in Südniedersachsen. Gekommen waren vor allem Vertreter von Unternehmen, aber auch Bürgermeister und Bürgerinitiativen.

Uslars Bürgermeister Torsten Bauer brachte die Fortsetzung des B 241-Ausbaus über Bollensen-Volpriehausen hinaus ins Spiel, einer wichtigen West-Ost-Verbindung: „Es muss weiter gehen.“

Lies machte deutlich, dass das Projekt im neuen Bundesverkehrswegeplan angemeldet sei, über den das Bundeskabinett vermutlich noch vor Weihnachten entscheiden werde. An ihm solle es nicht liegen, die Solling-Querung in den vordringlichen Bedarf einzustufen: „Ich drücke aufs Gaspedal.“ (zfb)

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