Schließung wegen zu hoher Auflagen

Missionswerk gibt Schloss Imbshausen auf

Der Betrieb ruht: Das denkmalgeschützte Schloss Imbshausen. Bis 1998 war hier ein Predigerseminar der evangelischen Landeskirche untergebracht. Seitdem war es Seminar- und Gästehaus des Missionswerks Campus für Christus. Archivfoto: Jelinek/nh

Imbshausen. 14 Jahre lang war es Seminar- und Gästehaus des Missionswerks Campus für Christus: Schloss Imbshausen im Herzen der gleichnamigen Northeimer Ortschaft. Doch damit ist nun Schluss.

Da der Verein die vom Landkreis geforderten Brandschutzauflagen nicht erfüllen kann, hat der Vorstand die sofortige Schließung beschlossen.

Ausgelöst durch die brandschutztechnischen Auflagen ruhte der Gästebetrieb in dem 52 Betten-Haus schon seit Anfang November, sagt Hauke Burgarth, Pressesprecher von Campus für Christus in Gießen. Für eine Wiederaufnahme des Betriebs - das Schloss wurde für christliche Kurse und auch von außerkirchlichen Gruppen für Freizeiten genutzt - fehle dem Verein das Geld. Geschätzt eine halbe Million Euro seien notwendig, um die Auflagen zu erfüllen.

Dazu gehörten die Schaffung von zusätzlichen Fluchttreppen mit Vergrößerung von Fensteröffnungen sowie der Einbau von Brandschutztüren. Burgarth: „Und all das unter Einhaltung der strengen Denkmalschutzbestimmungen.“

Schon vor zwei Jahren hatte sich Campus für Christus offiziell aus dem Betrieb des Hauses zurückgezogen und diesen einem örtlichem Trägerverein übergeben. Aus dem Eigentumsübergang des Schlosses an den Verein um Hausleiter Rüdiger Naumannn als Vorsitzenden wurde jedoch nun nichts wegen der Auflagen.

Betroffen sind von der Schließung des Hauses acht Arbeitsplätze. Man sei auf der Suche nach einem Investor, hieß es vom Noch-Eigentümer. Zumindest mit einem Interessenten werde verhandelt.

Um die Zukunft des Schlosses sorgt sich auch der Nachkomme des Ex-Schlossherren Henning von Stralenheim, Carl-Christian von Plate-Stralenheim. Er kritisiert die restriktiven Brandschutzauflagen. Von Plate: „Ich hoffe, dass eine dem Schloss und dem Dorf würdige Nachnutzung gefunden wird.“ Er werde ansonsten von seinem verbrieften Vetorecht bei einem Verkauf Gebrauch machen. (goe)

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