Senioren erhalten Impfpost vom Sozialministerium

Terminvergabe für Coronaimpfung der über 80-Jährigen beginnt am 28. Januar

Ältere Frau erhält eine Corona-Impfung in den Oberarm.
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Ein kleiner Pieks : Für den vollen Impfschutz gegen Corona ist diese Prozedur zwei Mal notwendig.

Die Impfungen der Allgemeinheit sollen im Northeimer Impfzentrum im Februar beginnen, wann genau ist noch offen.

Northeim / Hannover – „Aufgrund der nur begrenzt zur Verfügung stehenden Menge an Impfstoffen werden nicht alle Impfberechtigten der höchsten Priorität sofort einen Termin bekommen können“, teilte Landkreis-Pressesprecher Dirk Niemeyer mit.

Über 80-jährige Bewohner des Landkreises Northeim bekommen in der kommenden Woche Post aus Hannover. Das Sozialministerium will sie auf diesem Weg darüber informieren, wie ab Donnerstag, 28. Januar, die Terminvergabe für die Coronaimpfungen im Impfzentrum in der Northeimer Stadthalle abläuft. Es bittet die Kommunen, zum Start der Terminvergabe zusätzlich eigene Anschreiben an die über 80-Jährigen zu verschicken. Das Land übernehme selbstverständlich dafür die Kosten.

Das Northeimer Impfzentrum erhält laut Dirk Niemeyer nach den Planungen des Landes nur alle 13 Tage eine Lieferung von etwa 1000 Impfeinheiten. Damit sollen zunächst vor allem die Impfteams ihre Arbeit fortsetzen – in der kommenden Woche sind sie im Gebiet der Stadt Uslar unterwegs.

In dieser Woche haben im Impfzentrum die erste Impfungen stattgefunden. Geimpft wurden nach Niemeyers Worten Mitarbeiter aus Alten- und Pflegeheimen, die sich erst nach dem Besuch der mobilen Impfteams in ihren Einrichtungen zur Impfung entschlossen haben oder an dem Tag verhindert waren. Auch das Personal des Impfzentrums selbst sowie ein Teil des Beschäftigten des Rettungsdienstes (Notärzte und Sanitäter) haben eine erste Impfung erhalten.

Der Leiter des Impfzentrums Northeim, Frank Beckmann.

„Wir konnten so auch die Betriebsabläufe testen und an der einen oder anderen Stelle optimieren“, berichtet der Leiter des Impfzentrums, Frank Beckmann. Alle Geimpften gehörten zur Gruppe mit der höchsten Priorität. Sobald wieder Impfstoffe verfügbar seien, sollen im Impfzentrum nach und nach auch Mitarbeiter aus Kliniken (Intensivstationen, Notaufnahmen, Onkologie) und ambulanten Pflegediensten geimpft werden.

Bitte um Geduld bei der Terminvergabe

Bei der Terminvergabe für eine Impfung im Impfzentrum wird Geduld gefragt sein. Darauf weist Sozialministerin Carola Reimann in ihrem Brief an die über 80-Jährigen hin, der in der nächsten Woche bei seinen Adressaten ankommen soll.

„Sollten Sie telefonisch nicht durchkommen, weil alle Leitungen belegt sind, versuchen Sie es bitte später erneut“, heißt es dort. „Auch online können immer nur solange Termine gebucht werden, solange Impfstoff verfügbar ist.“

Personen ab 70 Jahre oder ab 60 Jahre werden später ebenfalls beizeiten angeschrieben und über den Impfstart für ihre Altersgruppen informiert.

Im Februar sollen niedersachsenweit rund 30 000 Impftermine pro Woche vergeben werden. Es sollen wöchentlich neuer Impfstoff geliefert und fortlaufend weitere Impftermine vergeben werden.

„Wenn Sie die Hotline erreichen, aber alle Termine schon vergeben sind, lassen Sie sich bitte auf die Warteliste setzen, Sie werden informiert, sobald wieder freie Termine zur Verfügung stehen“, schreibt die Ministerin.

Die niedersächsische Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD).

Wer einen Impftermin erhalten hat, soll eine schriftliche Bestätigung samt einer Wegbeschreibung erhalten.

Wer gesundheitsbedingt auf einen Einzeltransport ins Impfzentrum angewiesen ist, soll sich von seinem Hausarzt eine Transportbescheinigung geben lassen. Die Betroffenen sollten mit ihrer Krankenkasse klären, ob diese die Kosten für den Transport übernimmt.

In Fällen, in denen die Kasse nicht eintritt, erstattet das Land die Kosten.

Voraussetzung dafür ist aber, dass man die Transportrechnung beim Impfzentrum mit der Angabe der eigenen Kontonummer einreicht.

Zum Impftermin sollen ansonsten mitgebracht werden:

-  die Terminbestätigung,

-  der Ausweis und

-  (soweit vorhanden) der Impfpass.

Bei der Terminreservierung erhalten die Impfinteressierten laut Sozialministerium gleich zwei Termine, die beide unbedingt wahrgenommen werden müssen. Denn jede Person müsse sich zweimal impfen lassen, um den vollen Impfschutz zu bekommen.

Wenn jemand verhindert sein sollte, seine Termine wahrzunehmen, sollte frühzeitig das Impfportal informieren.

Wem es gar nicht mehr möglich ist, seine Wohnung zu verlassen, muss sich laut Sozialministerium gedulden. Diese Personen sollen von den jeweiligen Hausärzten zuhause geimpft werden. Das sei aber erst dann möglich, wenn ein Impfstoff zugelassen sei, der keine durchgehende Kühlung benötige.

Das Ministerium gehe davon aus, dass das spätestens im Frühsommer der Fall sein werde. (Olaf Weiss)

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