Seit 15 Jahren dabei

Altstadtsanierung in Moringen abgeschlossen:  4,2 Millionen Euro investiert

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Erstes Projekt der Altstadtsanierung in Moringen war die Erneuerung der Wasserstraße. Hier wurden unter anderem ein Bachlauf geöffnet und Bäume gepflanzt. 

Mit dem jetzt vorgelegten Abschlussbericht des Planungsbüros ist die Altstadtsanierung in Moringen beendet. 

In die Sanierung der Moringer Altstadt sind rund 4,2 Millionen Euro geflossen. Damit war sie bis auf zwei Ausnahmen erfolgreich. Wach geküsst werden müssen noch das historische Alte Rathaus von 1596/97 an der Liebfrauenkirche und der Ratskeller an der Langen Straße, für den sich jetzt aber dank der Bildung des Vereins Ratskellers möglicherweise eine Sanierung und Nutzung abzeichnet.

Mit dem jetzt vorgelegten Abschlussbericht zur Sanierung der Altstadt durch den Sanierungsträger DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft in Hannover, der jetzt durch die Gremien der Kommunalpolitik wandert, kann das Kapitel, das die Einwohner des Gebiets und die Stadt rund 15 Jahre lang beschäftigt hat, zu den Akten gelegt werden.

Der Sanierungsträger beschreibt die Jahre nüchtern, sachlich: „Die Sanierungsmaßnahmen haben wesentlich dazu beigetragen, dass die Stadtmittenfunktion gestärkt und die Altstadtquartiere aufgewertet worden sind.“

Dahinter verbergen sich zahlreiche öffentliche und private Bau- und Gestaltungsmaßnahmen, die mit zum Teil beträchtlichen Geldern aus Bundes- und Landeskassen sowie den Eigenanteilen der Stadt und der Privateigentümer realisiert worden sind.

Ein paar herausragende Beispiele:

Mit der Umgestaltung der Wasserstraße, der Öffnung des dortigen Bachlaufs sowie dem Pflanzen von Bäumen und der Schaffung von Sitzgelegenheiten wurde eine neue, attraktive Aufenthaltsqualität geschaffen. Es war die erste Erschließungsmaßnahme im Rahmen der Altstadtsanierung.

Mit dem Abriss der früheren Steinscheune bis auf einen Teil der Mauern und Fassade an der Neuemarktstraße war der Weg frei für eine Aufwertung der Straße mit einer abwechslungsreichen Gestaltung der Scheunenfragmente und des Gehwegs. Links und rechts davon hat sich inzwischen ein Zentrum für seniorengerechtes Wohnen entwickelt mit einem Altenheim und attraktiven barrierefreien Geschosswohnungsbauten.

Ein weiteres Highlight ist die Neugestaltung des Umfeldes der Liebfrauenkirche, gerne genutzt beispielsweise für Veranstaltungen in der Weihnachtszeit. Gleich gegenüber liegt das historische Alte Rathaus, für das immer noch nach einer finanziell tragfähigen Nutzungsidee gesucht wird. Es befindet sich in Privatbesitz, hat im Gegensatz zum Ratskeller aber eine intakte Gebäudehülle einschließlich eines dichten Dachs, so dass kein akuter Handlungsbedarf besteht.

Größtes „Sorgenkind“ ist Ratskeller, für den jetzt der gleichnamige Verein ein Nutzungspaket als sozio-kulturelles Zentrum geschnürt hat, um das imposante Gebäude aus den nunmehr rund drei Jahrzehnte andauernden Dornröschenschlaf zu wecken. Allerdings muss für die Sanierung des Ratskellers noch die Finanzierung geklärt werden.

Im privaten Bereich konnten knapp 550000 Euro für Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen investiert werden.

Davon profitierten insgesamt 26 Gebäude, darunter auch einige, die einzeln oder im Rahmen eines Ensembles denkmalrechtlich geschützt sind.

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