Altstadtsanierung in Moringen: Scheunenstraße wird renoviert

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Ende eines Schandflecks: Die Moringer Scheunenstraße wird saniert. Der Brunnen (im Vordergrund) bleibt erhalten. Allerdings soll ein Teil des unter dem Mittelstreifen in einem Rohr verlaufenden Mühlenwassers nicht wieder frei gelegt werden.

Moringen. Ende eines Schandflecks: Noch in diesem Jahr soll die marode Scheunenstraße in Moringen saniert werden. Bauamtsleiter Claus Stumpe rechnet damit, dass die letzte große Maßnahme im Rahmen der Altstadtsanierung zwischen 560.000 und 600.000 Euro kosten wird.

Meinungsverschiedenheiten gab es in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses über die Gestaltung des Eingangsbereichs aus Richtung Lange Straße kommend. Stumpe machte sich dafür stark, hinter dem historischen Brunnen, der auf jeden Fall erhalten bleiben soll, ein rund fünf Meter langes Stück des Mühlenwassers frei zu legen, das vom alten Ratskeller unter der Langen Straße hindurch weiter durch die Scheunenstraße als unterirdischer Kanal abgeführt wird.

In einer Sitzungsunterbrechung begrüßte Anlieger Heinz Rümenapp diesen Vorstoß, weil damit an den historischen Charakter Moringens als einstige Stadt der Mühlen erinnert werde. Er sagte, er sei erschrocken, dass man alles über Bord werfen wolle, was die Stadt einst ausgemacht habe.

Diese Auffassung setzte sich jedoch nicht durch. Mit drei gegen zwei Stimmen votierte der Ausschuss gegen ein offenes Stück Mühlenwasser. Bernd Bundstein (Zukunft Moringen) stimmte dagegen, weil er befürchtet, dass das offene Stück zu einem Dreckloch wird. Stefan Josef (SPD) sagte ebenfalls Nein, weil er die Mehrkosten von rund 10.000 Euro für die Einfassung des Stück offenen Wassers einsparen möchte.

Stadtplaner Bernd Kupka sagte, auf dem Mittelstreifen würden voraussichtlich sechs Bäume angepflanzt und 18 Parkplätze mit einem Ökopflaster angelegt. Zudem gebe es auf jeder Seite der beiden Fahrbahnen einen Bürgersteig. Als Belag werde es ein Betonpflaster wie in der sanierten Kirchstraße geben.

Um Kosten zu sparen würden die drei Feuergassen Richtung Wasserstraße aus der Sanierung herausgenommen. Sie hätten bereits weitgehend eine neue Decke bei der Erneuerung der Wasserstraße erhalten.

Ausschussvorsitzender Volker Feige (SPD) kündigte an, dass es in Kürze eine Informationsveranstaltung für die Anlieger im Rahmen einer Bürgerbeteiligung geben werde.

Bauamtsmitarbeiter Michael Jettke erläuterte, dass wegen der am 31. Dezember 2017 endenden Altstadtsanierung jetzt von den Anliegern Ausgleichsbeiträge in Höhe von bis zu zwei Euro pro Quadratmeter für die Wertsteigerung der Grundstücke erhoben werden. In der Wasserstraße lägen die Beiträge bei zwei Euro und in der Neuen Marktstraße bei 1,50 Euro, nannte er zwei Beispiele.

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