Badespaß trotz Sanierung

Flaakebad Moringen soll während Umbaus 2022 öffnen

Der Schwimmbetrieb im Moringer Flaakebad soll im kommenden Jahr trotz Sanierung zumindest teilweise möglich sein. Archiv
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Der Schwimmbetrieb im Moringer Flaakebad soll im kommenden Jahr trotz Sanierung zumindest teilweise möglich sein. (Archivfoto)

Trotz der bevorstehenden Sanierung des Moringens Flaakebades können sich Wasserfans darauf einstellen, dass es in der kommenden Saison 2022 eine Teilöffnung geben wird. Das erklärte Bürgermeisterin Heike Müller-Otte in der Jahreshauptversammlung des Fördervereins Flaakebads in der Stadthalle.

Moringen – Die Versammlung, die wegen der Corona-Pandemie lange verschoben worden war, fand unter 2G-Vorzeichen (geimpft – getestet) statt.

Der Förderverein unter der Führung von Wolfgang Boldt hatte diese Forderung schon seit Längerem erhoben, unter anderem, um den Schwimmunterricht von Kindern sicherstellen zu können.

Die Stadt kann den Wunsch nun erfüllen, insbesondere, weil die Mühlen der Verwaltung langsam mahlen. Denn um die Investitionen von rund 1,8 Millionen Euro stemmen zu können, hofft die Stadt auf einen Zuschuss in Höhe von 800 000 Euro aus Bundesmitteln.

„Wir erfüllen alle Kriterien“, sagte die Bürgermeisterin. Das Forschungszentrum Jülich, das für die Genehmigung zuständig ist, wird zurzeit jedoch mit Förderanträgen überschüttet. Müller-Otte rechnet damit, dass der Bescheid erst Ende des Jahres vorliegt. „Erst dann können wir die Aufträge ausschreiben und in die Umsetzungsplanung gehen.“

Wie berichtet, sollen bei der grundlegenden Sanierung unter anderen die Absenkungen des Hauptschwimmbeckens ausgeglichen, das Becken mit einer Folie ausgekleidet, ein neues Kleinkinderbecken, ein Rückspülbehälter und eine Solarabsorberanlage gebaut werden.

Allerdings gab es auch Kritik aus den Reihen des Fördervereins. So vermisst Holger Zeichner, dass der vorhandene Heizkessel nicht saniert werden solle, keine Fotovoltaik-Anlage und Wärmepumpe zur Energieerzeugung gebaut werde. Dies wäre eine Beitrag zur CO2-Ersparnis: „Man nimmt fast zwei Millionen in die Hand und behält Technik, die mehr als 30 Jahre alt ist“, bemängelt Zeichner.

Die Bürgermeisterin erwiderte, dass eventuell noch eine Fotovoltaik-Anlage gebaut werden könne, wenn sie denn förderfähig sei. Mit der Absorberanlage werde bereits 50 Prozent der Energie eingespart. Wolfgang Boldt sagte, man könne überlegen, ob Eigenleistungen möglich seien. Er betonte, in beiden Corona-Jahren sei das Ziel erreicht worden, das Flaakebad jeweils eine komplette Saison zu eröffnen. Dafür dankte er Verwaltung, Politik, DLRG, der Wasserrettung Zillmann und den Mitglieder des Fördervereins.

Der nächste Arbeitseinsatz des Fördervereins findet am Samstag, 2. Oktober, um 10 Uhr statt. Dabei soll das Bad für den Winter vorbereitet werden. (Von Hans-Peter Niesen)

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