Innerhalb von zwei Jahren könnten drei Anlagen genehmigt werden

Bald Windpark am Böllenberg? - Neuer Investor greift alte Pläne auf

So wie auf dieser Montage könnte der neue Windpark aussehen: Ein neuer Investor greift die alten Pläne auf, nördlich von Moringen drei Windenergieanlagen zu bauen. Das Bild wurde von der Siedlung Kirchberg aus fotografiert. Foto: Schwekendiek/Montage: Mönkemeyer

Moringen. Nördlich von Moringen könnten innerhalb der nächsten zwei Jahre drei große Windenergieanlagen genehmigt werden. Das hat Moringens Bürgermeister Hartmut Schnabel bei der jüngsten Sitzung des Stadtrats bekannt gegeben.

Mitte September habe die Northeimer Firma Common Sense Energy die Stadtverwaltung erstmals über ihre Pläne unterrichtet, sagte Schnabel.

Demnach sind drei Anlagen mit einem Abstand von 550 bis 1200 Meter zur Siedlung Kirchberg und zur Einbecker Straße geplant. Sie sollen eine Gesamthöhe von etwa 200 Metern haben. „Wir befinden uns in der Planungsphase“, bestätigte Andreas Abitz, Geschäftsführer von Common Sense Energy auf HNA-Anfrage.

Pläne sind nicht neu

Die Pläne, am Böllenberg drei Windenergieanalagen zu errichten, sind nicht neu. Bereits im April 2012 hatte die Northeimer Windkraftfirma Apomed eine sogenannte immissionsschutzrechtliche Vorabstimmung zum Bau von drei Anlagen beantragt. Diese musste jedoch per Gerichtsbeschluss zurückgestellt werden, weil die Stadt Moringen einen neuen Flächennutzungsplan anstrebte. „Letztlich wurden dann aber doch keine Sondergebiete ausgewiesen“, erklärte Schnabel. Deshalb sei der Weg nun frei.

Common Sense Energy habe die Pläne des bisherigen Investors übernommen, erklärte Abitz. Bis die Windräder aber tatsächlich gebaut werden, dürfte noch einige Zeit ins Land gehen. Zunächst muss ein Genehmigungsantrag beim Landkreis gestellt werden. Dazu sind diverse Gutachten erforderlich, zum Beispiel in raumordnungs- und naturschutzrechtlicher Hinsicht, ebenso wie das Einvernehmen der Stadt.

Es wären die ersten Windräder, die in Moringen gebaut werden. Nach eigenen Angaben plant der Investor, dass sich die Bürger an einem der drei Windräder als Kapitalanlage beteiligen können. Ob sie tatsächlich an den geplanten Positionen gebaut werden, ist aber noch unklar.

Groß, modern und leise

Common Sense Energy baut bereits seit Jahren in Zusammenarbeit mit regionalen Stadtwerken und Kommunen Windparks in Nordbayern. In Moringen seien moderne und besonders leise Anlagen geplant, die aufgrund ihrer Lage keinen Schatten auf die Wohngebiete werfen, sagte Abitz. Die Gesamthöhe von 200 Metern (Nabenhöhe etwa 140 Meter) sei wichtig, damit die Windräder überhaupt rentabel arbeiten könnten. Schließlich handele es sich bei der Fläche um ein Schwachwindgebiet.

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