Behrenser starten mit der Dorferneuerung

Der Durchgangsverkehr ist das dringendste Problem: Ortsvorsteher Gerhard Ude (von links), Werner Zollmeyer, Christian Müller und Herbert Engelhardt befürworten die geplante optische Verengung der Feldtorstraße in Behrensen. Foto: Schwekendiek

Behrensen. Nach zwei Jahren intensiver Vorarbeit geht es jetzt endlich los: Zum Ende des Sommers soll in Behrensen das erste öffentliche Projekt der Dorferneuerung umgesetzt werden.

Ganz oben auf der Prioritätenliste steht die Verkehrsproblematik an der Feldtorstraße in Höhe Schmiedestraße.

„Nachts bremsen viele Autofahrer gar nicht ab“, berichtet Anwohner Herbert Engelhardt. „Da wird schon mal mit 100 Stundenkilometern durch den Ort gerast.“ Auch das ungeordnete Parken im Kreuzungsbereich ist manchem Anwohner ein Dorn im Auge. Hier soll nun Abhilfe geschaffen werden.

In zehn Arbeitskreissitzungen hat ein etwa 20-köpfiges Team von Einwohnern gemeinsam mit dem Bauamt und dem Planungsbüro einen Maßnahmenkatalog erstellt. Neben der Verkehrsproblematik stehen auch die Sanierung der Toiletten im Dorfgemeinschaftshaus, eine neue Brücke über den Ümmelbach am Sperlingsberg und die Aufstellung von Bänken und Informationstafeln im Ort ganz oben auf der Liste.

Im aktuellen Haushalt der Stadt Moringen sind 70.000 Euro für die Dorferneuerung vorgesehen. Damit soll zunächst die Buswendestelle im Bereich Behrenser Straße/ Schmiedestraße auf drei Meter verbreitert werden. Außerdem sollen bauliche Veränderungen an der Feldtorstraße dazu führen, dass der Durchgangsverkehr den Ort künftig langsamer passiert.

Geplant ist, die vorhandenen, jedoch nicht mehr genutzten Bushaltestellen beiderseits der Feldtorstraße zurückzubauen und neue Pkw-Stellplätze zu schaffen. Die Parkstreifen sollen von begrünten Zwischeninseln eingefasst werden. Auch im südlichen Bereich des Knotenpunktes sollen Grünflächen zwischen Fahrbahn und Gehweg entstehen. „Dadurch wird eine optische Verengung der Straße erzielt“, erklärt Ortsvorsteher Gerhard Ude.

Insgesamt sieht der Dorferneuerungsplan acht öffentliche Projekte mit unterschiedlicher Priorität vor. Sie werden mit bis zu 50 Prozent der Nettokosten gefördert und müssen binnen fünf Jahren umgesetzt werden.

Derzeit wird der Dorferneuerungsplan vom Amt für Landentwicklung in Göttingen begutachtet. Sobald die Genehmigung vorliegt, sollen die Pläne den Bürgern im Detail vorgestellt werden. „Baubeginn wird in der zweiten Jahreshälfte sein“, schätzt Claus Stumpe vom Bauamt.

Hintergrund: Auch private Projekte werden gefördert

Private Projekte wie zum Beispiel die Sanierung älterer Häuser werden im Rahmen der Dorferneuerung mit maximal 30 Prozent der Bruttokosten gefördert. Um die Förderung zu erhalten, müssen zunächst drei Angebote für die anstehenden Arbeiten eingeholt werden. Dann muss beim Bauamt das entsprechende Antragsformular ausgefüllt werden. Das Bauamt leitet den Antrag für eine Stellungnahme an das zuständige Planungsbüro weiter, das die Umsetzung des Dorferneuerungsprogramms betreut. Die endgültige Entscheidung trifft das Amt für Landentwicklung in Göttingen. Erst nach Erhalt des Förderbescheids darf mit den Arbeiten begonnen werden. Fragen zur Förderung beantwortet Claus Stumpe vom Moringer Bauamt, Tel. 0 55 54/2 02 61.

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