Berliner Firma plant Solarparks

Vier Standorte sollen bei Fredelsloh errichtet werden – Ortsrat schränkt ein

Symbolbild Solaranlagen.
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Symbolbild Solaranlagen

Der Ortsrat von Fredelsloh könnte mit drei von vier geplanten Standorten von Solarparks in einer Größenordnung von insgesamt 11,7 Hektar „leben“, solange keine andersgearteten Interessen dem entgegenstehen.

Fredelsloh – Dafür zeigte sich die Mehrheit des Ortsrats bei zwei Nein-Stimmen und einer Enthaltung in der jüngsten Sitzung des Gremiums im Feuerwehrgerätehaus offen.

Hinter dem Projekt steht die Berliner Firma Securenergy Solutions, die rund um Fredelsloh die vier Anlagen mit einer Gesamtleistung von 11,8 Megawatt errichten möchte. Auf keine Gegenliebe stieß der Standort am Strahlenkamp südlich der Ortslage in unmittelbarer Nachbarschaft des Sollingwaldes

Sie liegt im Landschaftsschutzgebiet. Dort sind Baumaßnahmen aller Art, auch solche, die keiner Genehmigung bedürfen, verboten. Eine Befreiung wird für das Vorhaben von der Unteren Naturschutzbehörde nicht in Aussicht gestellt. Außerdem liegt die Fläche im Wasserschutzgebiet Zone II Moringen-Fredelsloh. Problematisch nannte Moringens Bürgermeisterin Heike Müller-Otte die beiden Standorte vor dem Wald an der Ahlsburg nördlich der Ortslage. Sie liegen im sogenannten Vorsorgegebiet „Natur und Landschaft“ und im Vorsorgegebiet „Erholung“ gemäß des Regionalen Raumordnungsprogramms des Landkreises Northeim (RROP), außerdem in einem vorrangigen Entwicklungskorridor für den so genannten Halboffenland-Biotopverbund.

Ebenfalls problematisch, aber genehmigungsfähig könnte die östliche Fläche in Höhe von Glockenborn sein. Sie grenzt direkt an einen bestehenden Kalksteinabbau an. Diese Fläche sei aber im Entwurf zur Neuaufstellung des RROPs zur Ausweisung als Vorranggebiet Rohstoffgewinnung vorgesehen. Dort liegt zudem ein Wildkatzenkorridor.

Ortsbürgermeister Stefan Joseph (SPD) ließ erkennen, dass er sogar mit allen vier Standorten leben könne.

Jetzt müssen die weiteren Verfahrensschritte bis hoch zu den Landesbehörden zeigen, ob das Vorhaben genehmigt werden könnte. (zhp)

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