Bürgermeisterin Heike Müller-Otte im Moringer Stadtrat vereidigt

Das Moringer Bürgermeister-Quartett: Heike Müller-Otte (vorne) mit ihren ehrenamtlichen Stellvertretern Elke Krause (links), Brigitte Freund und Thomas Brauns. Foto: Schwekendiek

Großenrode. Aufregend und turbulent - so hat Heike Müller-Otte die ersten Tage ihrer Amtszeit als Moringer Bürgermeisterin erlebt.

Am Donnerstagabend wurde sie bei der Sitzung des Stadtrates von ihrem Stellvertreter Thomas Brauns offiziell vereidigt.

Sportliche 20 Minuten dauerte die Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus in Großenrode. „Das wird leider nicht immer so sein“, versprach Müller-Otte mit einem Zwinkern.

Seit drei Wochen ist die 47-Jährige inzwischen im Amt. In dieser Zeit hat sie sich „in Turbogeschwindigkeit“ in die Aufgabenbereiche eingearbeitet, wie sie sagt. „Es ist toll, überall hineinschauen zu können und doch anders, als ich es mir vorgestellt habe.“ Viel Zeit zur Eingewöhnung blieb ihr nicht. „Das Alltagsgeschäft überrollt einen sehr schnell. Der Zeitplan ist meistens sehr streng.“

Der Haushalt für das kommende Jahr, der Ratskeller, das Jahsberg-Center und die Windkraft am Böllenberg - diese vier Projekte haben die Wolbrechtshäuserin an ihren ersten Arbeitstagen beschäftigt. Besonders viel Freude habe sie an Begegnungen mit Menschen, sagt Müller-Otte, die selbst drei Kinder hat. So hat sie zum Beispiel eine alte Dame zum 90. Geburtstag besucht und die Schwesternstation besichtigt.

Und obwohl sie sich intensiv auf ihre neue Aufgabe vorbereitet hat, ist sie auch in das ein oder andere Fettnäpfchen getappt. „In den ersten Tagen habe ich immer auf einem Parkplatz gestanden, auf dem Mitarbeiter der Verwaltung definitiv nicht parken dürfen“, erzählt sie schmunzelnd in ihrer Antrittsrede vor dem Stadtrat. Im Sozialausschuss habe sie abstimmen wollen, obwohl das der Bürgermeisterin nicht erlaubt ist. „Für das Verständnis und das vertrauensvolle Miteinander bin ich sehr dankbar.“

Für ihre Amtszeit hat sich Müller-Otte vorgenommen, stets ein offenes Ohr zu haben - sowohl für die Mitarbeiter des Rathauses als auch für die Moringer Bürger. „Nur gemeinsam können wir für unsere Stadt etwas bewegen“, betont sie. Ein Projekt, das Transparenz schaffen soll, ist zum Beispiel die Einführung eines Ortsanzeigers. Und auch ihre wöchentlichen Sprechstunden, die sie im Wahlkampf angeboten hat, will sie weiterhin beibehalten.

Zur Sache

Bürgersprechstunden im Rathaus 

Schon während des Wahlkampfes hat Heike Müller-Otte Wert auf Bürgernähe gelegt. Regelmäßig war sie in ihrem Wahllädchen an der Langen Straße anzutreffen, um Menschen kennenzulernen und mit ihnen nach Lösungen für Probleme zu suchen. Diese Tradition will sie auch als Bürgermeisterin fortsetzen. Jeden Donnerstag zwischen 16 und 18 Uhr stehen die Türen ihres Dienstzimmers im Rathaus für eine Bürgersprechstunde offen. In dringenden Fällen können auch außerhalb dieser Zeit Termine vereinbart werden.

Kontakt: 0 55 54/20 20

Von Julia Schwekendiek

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