Eine Wiese nur für Hunde?

Moringer Gruppe möchte einen Freilaufplatz für ihre Vierbeiner haben

Moringens Hundefreunde wünschen sich einen Freilaufplatz für ihre Vierbeiner, sagte Erika Vollmer (rosafarbene Weste). Die Gruppe ist auf dem Foto mit ihren Hunden bei einem Spaziergang zu sehen.
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Moringens Hundefreunde wünschen sich einen Freilaufplatz für ihre Vierbeiner, sagte Erika Vollmer (rosafarbene Weste). Bürgermeisterin Heike Müller-Otte sagte Unterstützung zu, auch wenn die Stadt kein Grundstück anbieten kann.

Die Moringer Hundehalter wünschen sich einen Freilaufplatz, auf dem sich die Vierbeiner unabhängig von der Leine austoben können. „Wir haben in einem Schreiben an die Stadt um Unterstützung gebeten“, sagte Erika Vollmer bei einem Ortstermin mit Bürgermeisterin Heike Müller-Otte an der Moringer Kläranlage. „Ein Hundeplatz wäre unser Traum.“

Moringen – „Wir haben zwar kein geeignetes Grundstück zur Verfügung, würden die Sache aber unterstützen“, dämpfte die Bürgermeisterin allerdings zu große Hoffnungen auf eine schnelle Realisierung. Entstanden ist die Idee für einen Platz in der Hundegruppe des Netzwerks „Zwischen Arbeit und Ruhestand“ (ZWAR), in dem sich in Moringen mittlerweile eine ganze Reihe von Gruppen gebildet haben, die gemeinsam ihren Hobbys nachgehen oder sich für gesellschaftliche Belange engagieren.

Die Hundegruppe gehört dabei zu den „Rennern“. Zu den sonntäglichen Spaziergängen treffen sich inzwischen regelmäßig bis zu 30 Hundefreunde mit ihren Vierbeinern an der Kläranlage. „Das ist jeden Sonntag ein Erlebnis“, sagt Jürgen Rother, der mit seiner Frau Annegret und der jungen Pudeldame Emmi an den Spaziergängen teilnimmt und dafür extra aus Sudheim kommt.

Für Erika Vollmer ist der Sozialkontakt der Hunde wichtig. „Ohne Leine kommen sie bestens miteinander klar. Mit zeigen sie ein ganz anderes Verhalten.“ Für Erika Vollmer und ihre Mitstreiter sind auch die Monate des gesetzlich vorgeschriebenen Leinenzwanges in den Brut-, Setz- und Aufzuchtzeiten des Wildes zwischen dem 1. April und 15. Juli eines jeden Jahres wichtig. In diesen dreieinhalb Monaten fehlt ihnen die freie Bewegung ihrer Schützlinge.

Erika Vollmer verwies auf das Beispiel Nörten-Hardenberg. Dort hat sich aus einer Privatinitiative ein Verein gebildet, der inzwischen einen rund 3000 Quadratmeter großen Hundefreilaufplatz im Rodetal betreibt. Der Wunsch war 2014 von der Gemeinde aufgegriffen worden und der Landkreis Northeim hatte ein Grundstück zur Verfügung gestellt. Auch in Northeim gibt es eine Initiative für einen Hundeplatz.

Die Moringer sind mit ihrem Wünschen an einen Platz bescheiden. Eine Einzäunung würde ihnen ausreichen. Nach Ansicht von Erika Vollmer käme ein Grundstück in der Nachbarschaft des Flaakebades in Frage. Das befindet sich jedoch in Privatbesitz. Es wird zurzeit aber offenbar nicht genutzt. Die Hundehalter wollen jetzt den Kontakt zum Eigentümer suchen.

Beim Ortstermin der Moringer Hundefreunde mit Moringens Bürgermeisterin kam es zu einem unerfreulichen Vorfall. Als sich die knapp 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit ihren Vierbeinern auf dem Spaziergang befanden, schlugen unbekannte Täter die Scheibe eines Autos ein, das am Klärwerk abgestellt war. Laut Polizei wurde nichts entwendet. Jetzt rätseln die Hundefreunde, ob es jemand war, der ein Problem mit Hunden hat.

Von Hans-Peter Niesen

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