Vor der Entlassung aus dem Maßregelvollzug in Moringen: Psychiater warnten vor Vergewaltiger

Das Maßregelvollzugszentrum in Moringen: Hier war der einschlägig vorbestrafte Thomas S., der im Verdacht steht, in sachsen eine 13-Jährige vergewaltigt zu haben, von 1996 bis 2014 untergebracht. Foto: Archiv

Moringen. Das Maßregelvollzugszentrum in Moringen hat bei der Entlassung von Thomas S. vor anderthalb Jahren auf dessen latente Gefährlichkeit hingewiesen. Das betonte eine Sprecherin des niedersächsischen Sozialministeriums auf HNA-Anfrage. Der 48-Jährige steht im Verdacht, im sächsischen Zwota (Vogtlandkreis) ein 13-jähriges Mädchen vergewaltigt zu haben. Er sitzt deshalb in Untersuchungshaft.

Sowohl ein externer Sachverständiger als auch die Klinik haben laut der Sprecherin betont, dass es in Bezug auf die Gefährlichkeit von Thomas S. weiterhin Risikofaktoren gebe. Vor allem wenn die stützenden Strukturen des Maßregelvollzugs wegfielen, könnte das Risiko steigen, das von dem wegen mehrfacher Vergewaltigung vorbestraften Mann eine Gefahr ausgehe, hätten sie betont. Das gehe aus dem Beschluss der Strafvollstreckungskammer zur Freilassung des heute 48-Jährigen hervor. Daher sei eine Betreuung durch eine Forensische Institutsambulanz angewiesen worden. Dort musste sich Thomas S., der nach seiner Entlassung in Moringen nach Franken gezogen war, regelmäßig vorstellen.

Es waren schwere Vorwürfe gegen die Moringer Klinik erhoben worden, weil in zwei Gutachten die Freilassung des Mannes aus dem Maßregelvollzug, wo er über 18 Jahre lang eingesessen hatte, befürwortet worden war.

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