Erneut Keime im Moringer Trinkwasser

Stadtwerke Leine-Solling suchen Ursache für Verunreinigung

Schon wieder wurden Keime im Trinkwasser festgestellt, deshalb gilt in einigen Bereichen von Moringen erneut ein Abkochgebot.
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Schon wieder wurden Keime im Trinkwasser festgestellt, deshalb gilt in einigen Bereichen von Moringen erneut ein Abkochgebot.

Erneut haben die Stadtwerke Leine-Solling die Bürger in den Ortsteilen Tönnieshof, Weper, Oldenrode, Nienhagen, Lutterbeck, Moringen, Blankenhagen, Thüdinghausen aufgefordert, ihr Trinkwasser vor dem Verzehr abzukochen.

Moringen – Außerdem wird das Wasser gechlort, was zu leichten Geruchs- und Geschmacksveränderungen führen könne. Der Grund für die Maßnahme sind laut Stadtwerke Geschäftsführer Bernd Cranen sogenannte coliforme Keime, die im Wasser nachgewiesen wurden.

Bereits am 20. Juli gab es eine solche Verunreinigung des Wassers, am 4. August wurde das Abkochgebot seitens der Stadtwerke wieder aufgehoben. Nun müssen die Bürger das Wasser seit dem 31. August erneut abkochen. Cranen erklärt warum es dazu kam: Im Nachgang zur letzten Chlorung des Trinkwassers, wurde mit dem Gesundheitsamt des Landkreises Northeim vereinbart, dass jeweils montags eine zusätzlich Überprüfung des Wassers vorgenommen werde. Dies sei am 9., 16., 23., und 30. August auch geschehen. Die Ergebnisse der ersten drei Proben waren einwandfrei, die letzte Beprobung wies dann unerwartet wieder Keime auf.

Bernd Cranen, Geschäaftsführer Stadtwerke Leine-Solling (Archivfoto)

„Ein coliformer Keim, ist einer zu viel, sodass das das Prozedere in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt, wieder angestoßen werden musste“, so Cranen. Die Chlorung sorgt dafür, dass die Keime absterben. Da sie aber nicht sofort überall vorgenommen werden konnte, sei zur Sicherheit vorsorglich das Abkochgebot ausgesprochen worden.

Am 1. September habe man erneut Proben entnommen und warte nun auf die Ergebnisse. Man wolle schnellstmöglich die Ursache herausfinden, so Cranen. Allerdings gebe es verschiedene Möglichkeiten, wie diese Keime, die in Fäkalien vorkommen, ins Wasser gelangt seien können: Der Eintrag könne an einem defekten Wasserrohr, das im Erdreich liegt, entstehen, oder durch ein Tier, das irgendwie den Weg in einen Hochbehälter gefunden hat und dort verendet ist. Die Verkeimung könne auch direkt am Brunnen, entstanden sein, wenn von außen ein Eintrag von Fäkalien erfolgt sei. Alle diese Möglichkeiten würden nun geprüft. (Von Rosemarie Gerhardy)

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