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Nächster Sanierungsabschnitt der Löwenzahnschule kostet 2,9 Millionen Euro

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Von: Rosemarie Gerhardy

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Erneut stehen Sanierungsarbeiten in der Löwenzahnschule in Moringen an. Das bedeutet, dass die Schüler erneut zusammenrücken müssen.
Erneut stehen Sanierungsarbeiten in der Löwenzahnschule in Moringen an. Das bedeutet, dass die Schüler erneut zusammenrücken müssen. © Rosemarie Gerhardy

Die Sanierung der Löwenzahnschule Moringen soll fortgesetzt werden. Als nächster Schritt wird der komplette A-Trakt umgebaut. Die Kosten dafür belaufen sich auf etwa 2,9 Millionen Euro.

Moringen – Man habe im Arbeitskreis lange überlegt, welche Bauarbeiten als Nächstes erfolgen sollten und sich darauf verständigt, als erstes die weiteren Klassenzimmer zu sanieren. Erst später sollten dann die Aula und die Sporthalle folgen, berichtet der Moringer Bauamtsleiter Claus Stumpe in der jüngsten Sitzung des Schulausschusses. Erforderlich sei, dafür den A-Trakt komplett zu schließen, damit hier später weitere Klassenräume, größere Toiletten, mehr Garderoben sowie Lagerplatz entstehen könnten.

Dies sieht auch die Planung vor, die das Architekturbüro Albrecht und Weisser als Variante 3 erarbeitet hat. Variante 1, die keinen weiteren Raumgewinn vorsah, wurde vom Arbeitskreis laut Stumpe ebenso verworfen wie Variante 2, die nur wenig mehr Nutzungsmöglichkeiten bot. Variante 3 sei etwa 11,4 Prozent teuer als Variante 1, wäre aber um ein Vielfaches besser, was das neue Raumangebot betrifft, erläuterte der Bauamtsleiter dem Ausschuss. Darum habe man sich für die teurere Variante ausgesprochen.

Was die nun anstehenden Bauarbeiten in der Schule mit ihren 235 Schülern abverlange, machte Schulleitern Barbara Ahlf-Dörnte deutlich: Da der A-Trakt während der Sanierung komplett gesperrt werden muss, bedeute dies, dass über 100 Kinder in den frisch sanierten B-Trakt umziehen müssten. Es werde also wieder eng in der Schule. Laut Ahlf-Dörnte muss die Schule auch den zahlreichen Schülern mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf gerecht werden, die eigene Differenzierungsräume bräuchten. Sie könnten nicht fünf Stunden in einem Klassenraum bleiben.

In der Ausschusssitzung hatten sich zudem einige Eltern von Kindern, die den Hort der Schule besuchen, darüber beschwert, dass der Hort erneut ausgelagert werden soll. Die Eltern forderten daher, andere Räume der Schule für den Hort nutzen zu können. Schon während der Sanierungsarbeiten des B-Traktes habe der Hort ausweichen müssen und sei jetzt erst seit einem halben Jahr wieder in der Schule untergebracht.

Laut Planungen sollen die Hortkinder voraussichtlich in Räume am Domänenhof umziehen, die dafür aber noch hergerichtet werden müssen. Eine Container-Lösung an der Schule sei laut Verwaltung zu teuer, eine Angebotsfrage hätte ergeben, dass dies 350 000 Euro kosten würde. Dem hätten aber einige Eltern widersprochen: Sie hätten selbst ein Angebot eingeholt, das deutlich günstiger gewesen sei. Die Mitglieder des Schulausschusses änderten daraufhin die Beschlussvorlage dahingehend, dass die Auslagerung des Hortes in den Domänenhof oder in ein Containerdorf noch mal zu überprüfen sei. Diesem Vorschlag und der Sanierungsvariante 3 stimmte der Ausschuss einstimmig zu. (Rosemarie Gerhardy)

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