Kosten für Schwimmbad-Sanierung steigen

Flaakebad in Moringen: Rund 1,5 Millionen Euro erforderlich

Blick auf das Schwimmbecken des Moringer Flaakebads im Sommer.
+
Das Moringer Flaakebad muss saniert werden: Die Gremien loten aus, ob erneut ein Antrag auf Fördermittel gestellt werden soll. (Archivfoto)

Das Flaakebad in Moringen benötigt eine Sanierung. Das Mehrzweck- und das Rückspülbecken müssen saniert werden, die Kosten dafür werden von der Verwaltung mit rund 1,4 Millionen Euro angegeben.

Moringen – Zudem sei in einem weiteren Bauabschnitt der Bau einer Solarabsorberanlage für circa 94 000 Euro erforderlich, heißt es in der Vorlage des Bauausschusses, der jetzt getagt hat.Das Problem sei die Finanzierung der Maßnahmen. Bereits 2018 habe sich Moringen um Bundesmittel beworben, doch der eingereichte Antrag sei damals nicht berücksichtigt worden, so Bürgermeisterin Heike Müller-Otte. Der Bund habe in der Folge weitere Mittel zur Verfügung gestellt, doch auch hier wurde der Moringer Antrag laut Müller-Otte nicht berücksichtigt.

Nun könne man sich wieder für Fördermittel im Rahmen des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ bewerben, aber im Unterschied zu 2018 betrage nunmehr der kommunale Eigenanteil nicht mehr zehn, sondern 55 Prozent, da sich die Stadt nicht mehr in einer Haushaltsnotlage befinde, so Müller-Otte. Inwiefern das Land zusätzlich Mittel bereitstelle, um die Kofinanzierungslücke zu decken, sei derzeit nicht absehbar.

Somit betrage der Eigenanteil der Stadt – bei kalkulierten Gesamtkosten von etwa 1,5 Millionen Euro – rund 850 000 Euro. Dieser Anteil müsste in den Haushaltsjahren 2021 und 2022 bereitgestellt werden. Bei den Berechnungen zu berücksichtigen sei, dass im Haushalt 2020 bereits ein Ansatz von 1,15 Millionen Euro für die Sanierung eingeplant sei. Nach Abzug des geplanten, jedoch nicht mehr realisierbaren Investitionszuschusses von 609 500 Euro sei der Saldo aus Investitionstätigkeit in Höhe von 540 500 Euro als Haushaltsrest auf das Haushaltsjahr 2021 zu übertragen. Der verbleibende Ausgabebetrag von rund 301 000 Euro sei im Rahmen der Neuplanungen der Haushaltsjahre 2021 und 2022 zu berücksichtigen, heißt es in der Vorlage des Bauausschusses.

Dies hätte wiederum zur Folge, dass an anderer Stelle Geld eingespart werden müsste, so die Bürgermeisterin. Der Bauausschuss habe aufgrund der entstehenden Kosten noch keine Empfehlung abgegeben.

Nun werde der Verwaltungsausschuss darüber beraten und dann der Rat in seiner Sitzung am 29. Oktober über ein weiteres Vorgehen entscheiden müssen. Die Antragsfrist endet laut Müller-Otte am 30. Oktober. (Von Rosemarie Gerhardy)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.