Forst bringt Geld in Moringer Stadtkasse

Wirtschaftsplan weist Plus von 20 000 Euro aus – Holzverkauf ist abgeschlossen

Moringens Forstamtsleiter Jonas Fürchtenicht
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Moringens Forstamtsleiter Jonas Fürchtenicht

Forstamtsleiter Jonas Fürchtenicht hat in der Moringer Forstausschusssitzung einen Überblick über den aktuellen Holzmarkt und die Holzernte sowie die Planungen im Forst gegeben.

Moringen – In der sogenannten Forsteinrichtung ist genau vorgegeben, wie der Wald forstwirtschaftlich genutzt werden darf.

Für die Inventur, Pflege, die Entwicklung, die Ernte und die Naturverjüngung gibt es genaue Vorgaben in diesem Planungswerk, um den Wald nachhaltig zu bewirtschaften. Fürchtenicht rechnet anhand dieser Daten die Holzernte auf die eigenen Qualitäten im Moringer und Northeimer Wald um. 3150 Festmeter sind der Soll-Einschlag in diesem Forstjahr, hinzu kommen 100 Festmeter sogenannte Kalamitäten (geschädigtes Holz zum Beispiel durch Borkenkäfer) und 500 Festmeter aus Vornutzung.

Eiche und Esche sehr gefragt

Die Laubholzverkaufs- und Preisverhandlungen für den Einschlag Herbst/Winter 2020/2021 sind abgeschlossen. Aktuell sei Eiche und Esche sehr auf dem Holzmarkt gefragt. Die „Brotbaum-Art“ ist die Buche, hier sind die Preise jedoch leicht rückgängig, führt Fürchtenicht aus. Eschen würden aktuell viel geerntet, auch um die Bäume noch zu nutzen, bevor das Eschentriebsterben sie zu stark beschädigt hätten, erklärt Fürchtenicht.

Durch die Kalamitäten lägen die Preise beim Nadelholz nach wie vor auf sehr niedrigem Niveau, rund 7 Euro pro Festmeter Fichten-Stammholz sei aktuell das Preisniveau. Es sei jedoch zu erwarten, dass der Verkaufspreis für Nadelholz, aufgrund des Überangebots noch weiter fallen werde.

Positiv sei hingegen zu bewerten, dass das Holz weiterhin abfließe und keine Aufarbeitungskosten verursache. Zwei Aufforstungsmaßnahmen sind für das kommende Jahr geplant. Zum einen auf einer Fläche von 1,5 Hektar im Schulwald. Hier bestünde aber Hoffnung, dass er sich selbst verjünge und es keine aufwendigen Aufforstungsmaßnahmen geben müsse. Zum anderen eine 2,15 Hektar große Fläche oberhalb des Ducksteins. Hier müssen Neuanpflanzungen erfolgen. Die Kosten für beide Aufforstungsmaßnahmen belaufen sich auf 70 000 Euro. Wobei es eine Förderung von rund 50 Prozent gebe.

Die Kosten dafür sind schon im Haushalt veranschlagt, so Bürgermeisterin Heike Müller-Otte. Aus der Forstwirtschaft sei im kommenden Haushaltsjahr ein positives Gesamtergebnis zu erwarten. Ein Überschuss von rund 20 000 Euro werde ausgewiesen.

Der Moringer Forstausschuss votierte einstimmig für die Umsetzung des Wirtschaftsplanes. (Rosemarie Gerhardy)

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