Barrierefreiheit ist Ziel

Für 400.000 Euro: Moringer Rathaus soll saniert werden

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Hier soll gebaut werden: Der neue, barrierefreie Eingang des Moringer Rathaus soll auf der Rückseite des Gebäudes über die jetzt nur sporadisch genutzte Tür erfolgen.

Moringen. Für die Schaffung eines barrierefreien Eingangs und die Beseitigung des Sanierungsstaus am Moringer Rathaus wird die Stadt in den kommenden Jahren mehr als 400.000 Euro aufbringen müssen.

Das wurde in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses in der Stadthalle deutlich.

Für dieses Jahr hat die Stadt 60.000 Euro im Haushalt bereitgestellt. Mit dem Betrag sollen die Erstellung eines Gesamtkonzepts sowie die Schaffung eines barrierefreien Zugangs über die Rückseite des historischen Gebäudes anlaufen. Dazu soll der Treppenaufgang, der bislang kaum genutzt wurde, ein Podest erhalten, an das sich ein Aufzug anschließt, mit dessen Hilfe der Höhenunterschied von etwa 1,25 Meter überwunden werden soll.

Umzug im Gebäude

Architekt Mathias Albrecht sagte, mit der Schaffung eines barrierefreien Zugangs komme die Stadt einer gesetzlichen Auflage nach. Im ersten Abschnitt solle nicht nur der Zugang ins Rathaus neu gestaltet, sondern auch das Bürgerbüro dabei auf die südwestliche Seite des Gebäudes verlegt werden.

Das Bürgerbüro könne dann gleich beim Betreten der Eingangshalle durch eine Schiebetür erreicht werden. Außerdem sei unter anderem der Einbau neuer Fenster im Erdgeschoss geplant.

Im zweiten Abschnitt soll das Ordnungsamt in den Westteil des Gebäudes umziehen. Außerdem sollten die Toiletten behindertengerecht umgebaut werden. Im dritten Abschnitt steht insbesondere die Sanierung des Sitzungszimmers im Mittelpunkt, das zu früheren Gerichtszeiten als Verhandlungssaal diente.

Im letzten Bauabschnitt wird die Fassade erneuert und im Obergeschoss werden neue Fenster eingebaut.

Dicke Mauern

Problem sei, dass die dicken Mauern des Gebäudes und ein dampfundurchlässiger Anstrich im Gebäude zu Schimmelbefall geführt haben. Mit der Sanierung würde auch den Belangen des Brandschutzes nachgekommen, weil unter anderem Fenster eingebaut würden, die den Durchstieg eines Feuerwehrmanns mit Atemschutzausrüstung ermöglichen.

Wichtig sei dies insbesondere für das Obergeschoss. Von dort aus gebe es keinen zweiten Fluchtweg. Falls der Treppenaufgang im Gebäudeinnern nicht genutzt werden könne, sei eine Flucht nur über Leitern möglich. Bürgermeisterin Heike Müller-Otte kündigte an, dass sich die Verwaltung um Zuschüsse bemühen werde. 

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