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Zeitweise Sperrung des Moringer Waldwegs nicht realisierbar – Halteverbot soll kommen

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Von: Rosemarie Gerhardy

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Morgendliches Verkehrschaos und Gedränge am Moringer Waldweg: Elterntaxis, die ihre Kinder zur Löwenzahnschule und KGS bringen verstopfen die Straße und sorgen für gefährliche Situationen.
Morgendliches Verkehrschaos und Gedränge am Moringer Waldweg: Elterntaxis, die ihre Kinder zur Löwenzahnschule und KGS bringen verstopfen die Straße und sorgen für gefährliche Situationen. © Roland Schrader

Die Verkehrssituation rund um die Moringer Löwenzahnschule und die Kooperative Gesamtschule (KGS) ist jeden Morgen angespannt. Auch nach Schulschluss ist immer viel Betrieb. Der Grund: Elterntaxis.

Moringen – Die Coronapandemie habe dazu geführt, dass noch mehr Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen und damit zu einem noch höheren Verkehrsaufkommen beitragen, führte Arndt Wolkenhauer (CDU), Vorsitzender des Schulausschusses aus. Darüber hinaus sei ebenfalls coronabedingt der alleinige Zugang über den Schulhof geregelt. Das bedeutet, dass die Schüler am Parkplatz vorbei und vom Waldweg in Lustgartenweg gehen müssen,

Insgesamt gebe es ein sehr starkes unübersichtliches Verkehrsaufkommen, teils zu hohe Geschwindigkeiten und dadurch insbesondere für Grundschulkinder nicht überblickbare und sicher beherrschbare Verkehrssituationen, da es auch keinen Fußgängerüberweg im Waldweg gebe, so Wolkenhauer. Zudem werde der Lehrerparkplatz der Löwenzahnschule gern als Eltern-Taxi-Stand genutzt, was aber zur Folge habe, dass der Fußweg, den die Schüler nutzen, zweimal pro Fahrzeug überquert werde.

Er selbst habe viele brenzlige Situationen fotografisch festgehalten und dem Landkreis Lösungsvorschläge eingereicht, berichtete Wolkenhauer dem Schulausschuss. Darunter auch den Vorschlag, den Waldweg morgens von 7 bis 8 Uhr zu sperren. Nur Busse, Schulpersonal und Anwohner sollten in dieser Zeit die Straße nutzen dürfen.

Zudem könne er sich, zum Beispiel am Domänenhof, Haltestellen für Elterntaxis vorstellen, bei denen nur in einer Fahrtrichtung gefahren werden dürfe und ein einseitiger Ausstieg vorgesehen sei. Dann könnten die Kinder zusammen durch den Stadtpark zu Schule gehen, so Wolkenhauers Vorschlag.

Bauamtsleiter Claus Stumpe berichtete, dass es aufgrund der Initiative am 8. Juni eine Begehung mit der Polizei, dem Landkreis, dem Bau- und Ordnungsamt sowie der Schule gegeben habe, um Lösungsvorschläge zu diskutieren. Das Ergebnis: Eine zeitweise Sperrung des Waldweges wird es nicht geben. Es sei aber eine neue Querungshilfe im Schulbereich angedacht worden. Außerdem solle es an der Einmündung Lustgartenweg ein Halteverbot geben, damit die Busse gut durchkommen.

Stumpe machte auch darauf aufmerksam, dass es wegen der Baustelle am Wendekessel bereits ein Halteverbot im Waldweg geben würde. Allerdings würde das oft nicht eingehalten. Weiter verfolgt werden solle, dass der Domänenhof als Anfahrtsstelle für Eltern genutzt werden kann.

Wolkenhauer zeigte sich enttäuscht, dass eine zeitweise Sperrung nicht realisierbar sei. Er versprach aber, weitere Ideen zu entwickeln und das Verkehrschaos weiterhin zu dokumentieren, um dann gegebenenfalls nochmals beim Landkreis vorstellig zu werden. (Rosemarie Gerhardy)

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