Nach Flucht am Freitag

Getürmter Patient sitzt wieder im Maßregelvollzug

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Das Maßregelvollzugszentrum in Moringen.

Moringen. Einem Patienten des Maßregelvollzugszentrum in Moringen (MRVZN) ist am Freitag die Flucht gelungen. Der Mann konnte am Sonntagvormittag in Moringen von der Polizei gefasst werden.

Zuvor war er nach Polizeiangaben vom Dienstag von einem MRVZN-Mitarbeiter erkannt worden. Anhaltspunkte, dass er in den zwei Tagen Straftaten verübt hat, hat die Polizei nach den Worten von Pressesprecher Uwe Falkenhain nicht.

Der Flüchtige ist kein Unbekannter. Nach Angaben des Pressesprechers der Staatsanwaltschaft Götingen, Andreas Buick, handelte es sich bei dem Flüchtigen um einen 45-jährigen Drogenabhängigen. Er ist im MRVZN untergebracht, nachdem er im März 2013 in Göttingen bei der erkennungsdienstlichen Behandlung einem Polizisten die Dienstwaffe entrissen und ihm ins Bein geschossen hatte.

Er war vom Landgericht zu einer Haftstrafe von viereinhalb Jahren verurteilt worden. Das Gericht hatte außerdem festgelegt, dass er diese Haftstrafe erst antreten soll, nachdem er sich einer Drogentherapie unterzogen hat. Für diese Therapie ist er in Moringen untergebracht.

Polizei und Staatsanwaltschaft hatten sich nach der Flucht des Mannes gegen eine öffentliche Fahndung entschieden. Eine Gefährdungsanalyse habe ergeben, dass keine Gefahr für die Öffentlichkeit bestand, sagte Polizeisprecher Falkenhain. Bei einer öffentliche Fahndung hätte auch die Gefahr bestanden, dass der Mann abtaucht. „Wenn eine Gefahr besteht, warnen wir die Öffentlichkeit“, betonte er. Doch bei dem 45-Jährigen seien nur Autoaufbrüche und Ähnliches zu erwarten gewesen, um an Geld für Drogen zu kommen, eine erneute Gewalttat aber nicht, betonte Buick. Der Schuss auf den Polizisten sei eine Spontantat gewesen. Dass sich so etwas Ähnliches wiederhole, sei nicht zu erwarten gewesen.

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