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Heim-Konzert in der Schulmensa der Moringer KGS vor 700 Gästen

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Guano Apes auf der Bühne in Moringen, ohne Sängerin
Überzeugten auch ohne Sängerin Sandra Nasic die nicht fotografiert werden durfte, in der Ur-Besetzung von 1994: die Guano Apes mit Gitarrist Henning Rümenapp, Schlagzeuger Dennis Poschwatta und Bassist Stefan Ude. © Axel Janssen

Warm-Up für die Tour: Dort, wo in den frühen 90ern ihre Musiker-Karriere begann, starteten die Guano Apes mit den Moringer Musiker Henning Rümenapp, Dennis Poschwatta und Stefan Ude sowie Sängerin Sandra Nasiç Samstagnacht, 22. Oktober 2022, ihre „Can't Stop Us-Tour 2022“.

Moringen – Acht Jahre nach dem letzten Studioalbum gab es beim Heim-Konzert in der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Moringen mit Support-Acts Feivel's Five (Göttingen) und den lokalen Splendors vor ausverkauftem Haus (rund 700 Gäste) Vollgas in Sachen Rock.

Lange vor Einlass begannen die ersten Fans den Abend: Six-Packs wanderten von Hand zu Hand und mit jeder ge-exten Kanne stieg die Vorfreude – nicht jeder sollte die „Apes“ als Hauptakt noch erleben.

Toll: Mega-freundliche Security-Mitarbeiter – das ist nicht überall der Fall. Letzte Anweisungen für die Presse kamen von Apes-Schlagzeuger Dennis Poschwatta persönlich: „Fotos erst ab den Zugaben, keine Fotos von Sandra“ – klare Ansage, die viele Handy-Fotografen aber nicht erreichte.

Immer noch knackig: die Splendors aus Moringen. Seit 1989 mit Punk und Metall in der Region bekannt.
Immer noch knackig: die Splendors aus Moringen. Seit 1989 mit Punk und Metall in der Region bekannt. © Janßen, Axel

Pünktlich um 19.30 Uhr starteten Feivel's Five mit 30 Minuten routiniertem guten Deutschrock. Dank vieler helfender Hände des Moringer Rock-Vereins „Boys are back in Town“, die unauffällig und effektiv Bühne und Backstage managten, ging es zügig und punkig mit den lokalen „Splendors“ weiter: Beim Pogo wurde respektvoll den anwesenden Fans mit Rollator Platz gemacht – auch Punk ist in die Jahre gekommen.

Passend dazu die üblichen Devotionalien: Neben den üblichen T-Shirts und CDs gab es Socken und Baumwoll-Einkaufstaschen mit Band-Logo für die Apes-Fans.

Zum Hauptakt gab es druckvollen Sound und viel Begeisterung auf der Bühne wie im Publikum. Sängerin Sandra Nasic lieferte kraftvoll und dramatisch die bekannten Songs ab. Auf den Schultern ihrer Väter hörten junge Fans alte Songs wie „Proud like God“, ein Fan ließ sich quer durch die Halle tragen – alle feierten mit der Band. Bassist Stefan Ude sprang wie ein Derwisch auf der Bühne, ließ fingerfertig Melody-Lines und grollende Tiefen ertönen und gab mit Drummer Dennis Poschwatta das nötige Fundament für Henning Rümenapps Gitarrengewitter.

Grandios die erste Zugabe, in der die Ur-Besetzung ihr musikalisches Können regelrecht zelebrierte. Rümenapp, der die Bühnenshow eher seinen Kollegen überließ, erinnerte zwischendurch an seine Zeit auf der KGS, und auch Schlagzeuger Dennis Poschwatta wollte nach dem Konzert kaum die Bühne verlassen. Atemlos und durchgeschwitzt wurden alte Freunde und neue Fans abgeklatscht, noch lange gab es Ovationen, als der Saal schon längst hell erleuchtet war. Ein Konzert der Guano Apes nach Maß, das Appetit auf ein neues Album macht. (Axel Janßen)

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