Auszeichnung für die Jugendarbeit

Handball-Föderation drehte Lehrfilm in Moringen

Moringen. Tolle Auszeichnung für die Jugendarbeit in der Handball-Abteilung des MTV-Moringen. 

Die Internationale Handball-Föderation (IHF) hat mit den älteren Jugendlichen des Vereins einen 45-minütigen Lehrfilm über das Training modernster Formen der Abwehrarbeit im Handball gedreht. 

Der Film soll nach Fertigstellung dem World-Education-Center des Handballverbandes zur Verfügung gestellt und spätestens zu Beginn der neuen Saison nach den Sommerferien weltweit im Internet abrufbar sein. Außerdem wird er als DVD erscheinen. 

Frank Nörenberg. 

„Ziel ist unter anderem zu zeigen, wie ein Spieler individuell besser ausgebildet werden kann“, sagt Dietrich Späte (Saerbeck bei Münster), Präsident der Trainings- und Methodikkommission im IHF, der eigens zum Filmdreh in die KGS- Sporthalle an der Burgbreite gekommen war.

Hinter dem Dreh steckt Moringens Jugendtrainer Frank Nörenberg, der seit Jahrzehnten international arbeitet und unter anderem in der Arbeitsgruppe des IHF mitgearbeitet hat, die 1997 für die Einführung der so genannten „schnellen Mitte“ verantwortlich war.

Nörenberg, der unter anderem 1989/90 an der Uni in Madrid beim damaligen Trainer der spanischen Nationalmannschaft studiert hat und heute noch regelmäßig als Bindeglied des Deutschen Handball-Verbandes zum spanischen Verband aktiv ist, arbeitet seit Jahren mit den modernsten Methoden bei der Ausbildung von jungen Handballspielern und hat über sie wiederholt publiziert. 

Sein Credo bei der Arbeit in der Defensive ist das „aktive Abwehrspiel. Es soll schnell und vielfältig sein und Fehler beim Gegner provozieren, um in Ballbesitz zu kommen“. Nörenberg, der hauptberuflich im Moringer Maßregelvollzugszentrum als Sportpädagoge und -therapeut tätig ist: „Es geht darum, aktiv den Ball zurückzugewinnen.“

Passivspiel

Dafür sind universelle Fähigkeiten bei den Spielern gefragt, aber ebenso wichtig ist das Zusammenspiel als Team. Ein Beispiel dafür ist die neue, ab dem 1. Juli 2016 gültige Regel zum Passivspiel. Nach ihr darf die angreifende Mannschaft nur noch sechs Pässe spielen, wenn der Schiedsrichter seinen Arm hebt, um Zeitspiel anzuzeigen. Das kann man provozieren, um den Ball zu erhalten.

Für Nörenberg ist es wichtig, den Spielern zu vermitteln, dass Lösungen gesucht werden: „Vielseitig, kreativ und schwer berechenbar.“ Das gilt natürlich auch für den Angriff.

Handball-Philosophie

Gedacht ist das Lehrvideo, in dem nicht nur die trainierenden Moringer Jugendlichen zu sehen sind, sondern auch mit Grafiken und anderen Formen der Erläuterungen gearbeitet wird, vor allem für D- und C-Jugend-Mannschaften. Es kann aber bei der Arbeit mit den älteren B- und A-Jugendlichen eingesetzt werden.

Wichtig für Nörenberg: „Das Training muss motivierend sein und Spaß machen. Dann merken die Spieler gar nicht, wieviel sie sich bewegen.“

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