Region drohen starke Temperaturschwankungen

HNA-Wetterexperte: Dezember war rund um Northeim zu trocken

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Siegfried Rohde

Moringen. Dass es keine weiße Weihnacht gegeben hat, war für Siefried Rohde keine große Überraschung.

Der Wetter- und Pflanzenexperte, der schon seit vielen Jahren in seiner privaten Wetterstation auf dem Moringer Kirchberg für die HNA das Wetter in der Region beobachtet, weiß: „Schnee an Heiligabend gibt es hier bei uns eigentlich nur alle zehn Jahre.“

Mit nur 23 Liter Niederschlag auf den Quadratmeter war der Dezember aus Sicht Rohdes zu trocken. „Für das Grundwasser hat das gar nichts gebracht“, sagt er. Für die meisten Pflanzen sei der geringe Niederschlag derzeit aber kein Problem, weil sie die Fotosynthese eingestellt hätten.

„Das gilt aber nicht für Immergrüne“, betont Rohde. Er empfiehlt Gartenbesitzern, Rhododendren oder Kirschlorbeeren bei starkem Frost vor Sonnenstrahlung zu schützen. „Die Immergrünen verdunsten das ganze Jahr über Wasser, und wenn es keinen Nachschub aus der Erde gibt, besteht die Gefahr, dass die gefriergetrocknet werden“, erklärt Rohde. „Pflanzen, die im Winter eingehen, erfrieren nicht, sondern sie vertrocknen.“

Ergiebige Schneefälle sind nach Einschätzung Rohdes in der Region auf absehbare Zeit nicht zu erwarten. Aber er vermutet, dass sich die Menschen in der Region auf starke Temperatuschwankungen einstellen müssen. „Wahrscheinlich wird es ein starkes Hin und Her mit kurzen, heftigen Frostperioden und längeren milden Abschnitten geben.

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