Moringer Hortkinder sollen in den Dömanen-Langbau

Die weitere Sanierung der Löwenzahnschule erzwingt erneuten Umzug der Hortkinder

In einen Teilbereich des Domänenhofes soll der Hort vorübergehend für ein Jahr untergebracht werden.
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In einen Teilbereich des Domänenhofes soll der Hort vorübergehend für ein Jahr untergebracht werden.

Moringens Hortkinder sollen nun doch während der Schulsanierung in den Domänen-Langbau umziehen. Dafür hat sich der städtische Jugend-, Kultur- und Sozialausschuss einstimmig ausgesprochen.

Moringen – Eine solche Langbau-Nutzung von März an für mindestens ein Jahr sei „möglich und sinnvoll“, erklärte Bürgermeisterin Heike Müller-Otte (parteilos). Das habe eine Besichtigung der Räume mit der Sachbearbeiterin für die Kindertagesstätten sowie Vertretern von Hort und Bauamt ergeben.

Dem Deutschen Roten Kreuz, das dort derzeit einen Raum mit angegliederter Küche sowie separaten Toiletten sporadisch nutzt, sei bereits „vorsorglich zum Jahresende gekündigt“ worden, so die Bürgermeisterin.

Als zweiter Raum für Hausaufgaben sowie als Ruheraum ließe sich die angrenzende Kleiderkammer der Feuerwehr nutzen. Für sie sucht die Stadt derzeit nach einem Ausweichquartier. Auf dem Domänenhof kann mit Zäunen ein sicherer Außenbereich abgetrennt werden. Die Stadt überlegt, ob sie die derzeit 16 angemeldeten Kinder nach der Schule von einer FSJ-Kraft zum Hort begleiten lässt.

Nach der Betreuung erreichen die Grundschüler ihre Busse von der Amtsfreiheit aus.

Die Kosten für den nötigen Umbau des Langbau beziffert die Verwaltung auf 45 000 Euro. Im Anschluss lässt sich das Gebäude besser als bisher von Vereinen nutzen. Die Stadt hat die notwendige Nutzungsänderung beantragt. Die Landesschulbehörde muss den Hortbetrieb im Langbau noch genehmigen.

Geprüft und verworfen hat die Stadt die Option, vor dem Haupteingang der Löwenzahnschule Container aufzustellen. Diese Variante befürworten Eltern.

Die linke Fläche wird allerdings im Falle eines Brandes als Sammelplatz benötigt. Zudem ist der Bereich eigentlich als Ausweichgelände für den Schulhof gedacht, der während des Schulumbaus teilweise gesperrt ist. Die rechte Fläche wiederum wird von einem Kanalsystem durchzogen, was die Strom- und Wasserversorgung der Container erschwert.

Außerdem grenzt das Gelände unmittelbar an die Gebäude der Kooperativen Gesamtschule (KGS) sowie das ehemalige KGS-Hausmeisterwohnhaus.

Die Kosten für die Containermiete beziffert die Stadt mit „mindestens 150 000 Euro“. Im Juni hatte die Verwaltung noch von 350000 Euro gesprochen. Eltern hatten daraufhin günstigere Angebote präsentiert.

Verworfen hat die Stadt die Idee einer Modulbaulösung auf dem Festplatz-Gelände. Dort soll nahe des geplanten Jugendplatzes ein Gebäude für die Jugendpflege entstehen, das sich – so die Idee – vorübergehend als Hort nutzen ließe.

Für ein solches Gebäude gibt es jedoch bisher weder eine Planung, noch eine Baugenehmigung oder entsprechende Anschlüsse. Zudem stehen zurzeit keine Fördergelder in Aussicht, gab Bürgermeisterin Heike Müller-Otte zu bedenken. (Michael Caspar)

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