Fredelsloher Dorfhuhn macht es sich im Hollerbusch gemütlich

Huhn Gisela liebt die Freiheit - seit September in Moringen-Fredelsloh unterwegs

Huhn Gisela auf Entdeckertour durch Fredelsloh
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Huhn Gisela auf Entdeckertour durch Fredelsloh

Ein hübsches, weißes Huhn ist seit September allein in Fredelsloh auf Entdeckungstour.

Fredelsloh – Es wandert durch das Dorf und abends, wenn es langsam dämmert, sucht es zielstrebig seinen Schlafplatz in rund zwei Metern Höhe im Holunderbusch am Heimekenbrink von Arno Schelle an der Sollingstraße auf.

„Das freilaufende Huhn ist von einem Nachbarn im Dorf ausgebüchst und lässt sich nicht mehr einfangen“, so Schelle. Es fühlt sich einfach frei und richtig wohl in seinem Hollerbusch in dem Naturgarten. Dort scharrt es fleißig und genießt sein freies Hühnerleben. Tagsüber geht es auch gern mal auf der Hauptstraße des Dorfes spazieren, um dann in den Vorgärten nach Fressbarem zu suchen.

Bei den Wanderungen auf der Straße zwinge es des Öfteren die Bus-, Laster- und Autofahrer zur Bremsung, würde somit irgendwie zur Verkehrsberuhigung beitragen. Es sei aber eigentlich ein Wunder, dass es dort überlebt, berichtet Schelle von seinen Beobachtungen.

Arno Schelle

Schelle gibt ihm inzwischen regelmäßig Wasser in einem Eimer, andere Nachbarn, die Freude an dem Tier hätten, würden es zum Teil am Holunderbusch füttern. Manche Nachbarn würden sich aber über das Picken im Holzmulch des Vorgartens ärgern, weiß Schelle, dass nicht alle seine Freude über das Huhn teilen würden. Doch inzwischen hat das flinke, freiheitsliebende Tier viele Freunde im Dorf und wird von allen Gisela genannt, beobachtet und bestaunt ob so viel Selbstbewusstsein und Freiheitsliebe in unwirtlicher, aber heimeliger Umgebung. Wenn es mal nicht gesichtet werde, dann mache man sich schon Sorgen, dass ihm etwas passiert sei, berichten die Dorfbewohner. Denn natürlich seien auch Fuchs, Marder und Habicht eine Gefahr für das Tier.

„Fünf Eier habe ich anfangs auch gefunden. Die habe ich gekocht und mit einer Nachbarin freudestrahlend verspeist“, berichtet Schelle, der betont: „Mir gehört das Huhn nicht. Es gehört sich selbst.“ Schelle freut sich auf die Zeit, wenn bald die Tage länger werden und das Huhn wieder legefreudig gackert. (Rosemarie Gerhardy)

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