Supermarkt geplant

Anlieger sehen Bau des Jahsberg-Centers am Moringer Ortseingang kritisch

Hier soll das neue Einkaufszentrum entstehen: Das Bild zeigt im Vordergrund die Northeimer Straße (Bundesstraße 241) kurz vor dem Ortseingang, dahinter das Wohngebiet entlang der Sudetenstraße. Foto: Niesen

Moringen. Gegen den geplanten Bau eines Supermarktes in Moringen regt sich Widerstand: Jetzt werden Unterschriften gegen den Bau gesammelt.

Mehr Lärm, zunehmender Leerstand in der Innenstadt, Vernichtung von tierischem Lebensraum: Das sind nur einige der Bedenken, die Anwohner der Moringer Nordstadt gegen den Neubau eines Einkaufszentrums am Jahsberg haben (die HNA berichtete). Anfang November haben sie deshalb zu einem Treffen eingeladen, um Kritikpunkte und weitere Schritte zu besprechen.

Jetzt liegen in vielen Moringer Geschäften Unterschriftenlisten aus, in die sich Gegner des Projekts eintragen können - auch aus den Moringer Ortschaften, die nicht direkt betroffen sind. Neun zentrale Kritikpunkte sind bei dem Treffen zusammengekommen, über die die Initiatoren in einem Positionspapier informieren, das gemeinsam mit den Unterschriftenlisten ausgelegt wurde.

„Wir sind keine militanten Gegner“, stellt Kerstin Scholz klar, die die Initiative gemeinsam mit einer weiteren Familie ins Leben gerufen hat. „Aber es gibt viele Gründe, die gegen den Neubau des Netto-Marktes sprechen.“ Diese Bedenken wolle man der Stadt mitteilen, solange das Vorhaben noch nicht endgültig besiegelt ist.

Derzeit schafft die Stadt die rechtlichen Voraussetzungen mit einer Änderung des Flächennutzungsplans und einem Bebauungsplan. In der Zeit vom 3. November bis 3. Dezember bietet das Bauamt die Möglichkeit einer Bürgeranhörung zu dem Projekt. Das wollen die Initiatoren der Unterschriftenaktion nutzen und den Widerstand bündeln. Die Unterschriftenlisten liegen noch bis zum 24. November aus, danach soll es einen Termin mit dem Amt geben.

Bevor ein neuer Supermarkt gebaut wird, sollte zunächst der Leerstand in der Stadt beseitigt werden, heißt es im Positionspapier. Da es für den jetzigen Netto-Markt noch keinen Nachmieter gebe, werde dieser nach dem Umzug ebenfalls leerstehen. Beide Supermärkte im Industriegebiet der Stadt seien sowohl zu Fuß als auch mit dem Auto gut erreichbar. Für das Wohngebiet am Jahsberg bedeute ein Supermarkt jedoch eine steigende Verkehrs- und Lärmbelastung.

„Jeder ist aufgerufen, seine Meinung zu äußern“, sagt Kerstin Scholz, „egal ob positiv oder negativ“. Die Initiatoren sind dazu auch per E-Mail erreichbar.

jahsbergcenter@gmx.de

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