„Mehr Zeit für die Familie“

Ab November im Ruhestand: Bürgermeister Hartmut Schnabel im HNA-Interview

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Der Moringer Bürgermeister Hartmut Schnabel

Moringen. Der Moringer Bürgermeister Hartmut Schnabel wird Ende Oktober in den Ruhestand gehen. Wir unterhielten uns mit ihm darüber.

Herr Schnabel, freuen Sie sich auf Ihren Ruhestand? 

Hartmut Schnabel: Ja, auch wenn mir der Abschied aus der Verwaltung nicht ganz leicht fällt. Immerhin habe ich 44 Jahre im öffentlichen Dienst gearbeitet, davon 35 Jahre bei der Stadt Moringen. Da ist es schon ein komisches Gefühl, wenn mir jetzt bei so mancher wiederkehrender Veranstaltung bewusst wird, dass ich diese zum letzten Mal in meiner Eigenschaft als Bürgermeister erlebe. Die Freude auf den neuen Lebensabschnitt überwiegt aber mittlerweile.

Sie hätten noch einmal für eine weitere Amtszeit kandidieren können. Warum haben Sie das nicht getan?

Schnabel: Dieses Thema wurde natürlich mehrfach im Familienrat Schnabel besprochen, und der ist zu dem Ergebnis gekommen, dass die Familie in den vergangenen acht Jahren doch insgesamt etwas zu kurz gekommen ist, sodass eine weitere Amtszeit nicht in Frage kam. Darüber habe ich die im Moringer Rat vertretenen Parteien bereits Mitte 2013 informiert, damit sie entsprechend planen konnten.

Wie lautet Ihre persönliche Bilanz der vergangenen acht Jahre? 

Schnabel: Die Entscheidung, das Amt des Bürgermeisters zu übernehmen, war richtig. Ich habe sie nie bereut. Das hängt damit zusammen, dass ich die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern im Rathaus, mit den Ratsmitgliedern und den städtischen Gremien immer als sehr gut und harmonisch empfunden habe.

Über was haben Sie sich während ihrer Amtszeit gefreut? 

Schnabel: Dass ich seit 2006 viele Bauprojekte in Moringen als Verwaltungs-Chef begleiten durfte - unter anderem die Sanierung des Rathausplatzes, des Schneehofs, der Mannenstraße und der Neuemarktstraße sowie den Bau des neuen Kindergartens und die Neugestaltung des Kirchenumfeldes.

Welche Themen hätten sie gern vor ihrem Abschied in den Ruhestand noch vom Tisch gehabt? 

Schnabel: Der Moringer Ratskeller hat sich leider als ziemlich widerspenstig erwiesen, und auch den Brückenbau im Bereich der Nienhagener Straße hätte ich gern noch in meiner Amtszeit unter Dach und Fach gehabt.

Was werden Sie jetzt mit der vielen Freizeit anfangen? Gibt es Hobbys, denen Sie sich als Ruheständler demnächst intensiver widmen wollen? 

Schnabel: Für Hobbys hatte ich eigentlich nie so richtig Zeit, lediglich an meiner Briefmarkensammlung gibt es einen gewissen Nachholbedarf. Ich werde den Ruhestand einfach auf mich zukommen lassen und mehr Zeit für Sportsendungen im Fernsehen haben.

Für welche Sportarten interessieren Sie sich denn? 

Schnabel: Neben Fußball und Biathlon finde ich vor allem Snooker interessant. Aber hauptsächlich werde ich mich mehr meiner Familie widmen. Die ist schließlich größer geworden, denn seit dem 16. Mai des vergangenen Jahres bin ich Großvater. Eins ist aber jetzt schon klar: Der Chef-Sessel zu Hause ist schon besetzt.

Von Niko Mönkemeyer

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