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Moringen plant ein Geschäft mit regionalen Produkten

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Von: Rosemarie Gerhardy

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Luftbild der Moringer Innenstadt
Niedersachsen: Moringen soll im Rahmen des Förderprogramms einen Regionalladen erhalten, in dem Produkte aus dem Umland angeboten werden. (Archivbild) © Axel Gödecke

In Niedersachsen plant die Stadt Moringen ein Projekt für Produkte aus der Region. Doch es sind noch nicht alle Hürden genommen.

Moringen – In Moringen soll ein Regionalladen entstehen, in dem, wie der Name schon sagt, Produkte aus der Region verkauft werden sollen. Möglich machen das unter anderem Fördermittel aus dem Programm „Perspektive Innenstadt“. Doch bevor aus der ersten Idee wirklich ein Laden werden kann, gilt es noch einige Hürden zunehmen.

Die Stadt hat sich laut Bürgermeisterin Heike Müller-Otte darum bemüht, ein passendes Ladengeschäft mit rund 150 Quadratmetern zu finden. „Wir haben heute weiter wegen eines Ladens verhandelt und vermutlich eine Einigung erzielt. Jetzt muss dem die Politik noch zustimmen“, so Müller-Otte am Mittwochnachmittag. Welches Geschäft es werden soll, wollte sie deshalb noch nicht sagen.

Niedersachsen: Moringen sucht noch engagierte Helfende

Doch nur mit einem Ladenlokal sei es aber nicht getan, es müssten sich auch Menschen finden, die sich für den Regionalladen engagieren möchten. Die Stadt werde nicht als Betreiber auftreten, deshalb müsse ein Verein oder eine Genossenschaft gegründet werden.

Aktuell sondiert das Netzwerk ZWAR „Zwischen Arbeit und Ruhestand“, ob sich Bürger für den Regionalladen finden, um gegebenenfalls eine eigene Gruppe dafür zu gründen. Treffen hierzu ist für alle Interessierten am 1. Juni um 18.30 Uhr in der Moringer Stadthalle.

Landgesellschaft Niedersachsen: Nächsten Treffen am 10. Juni

Außerdem lädt die Stadt Moringen gemeinsam mit dem Team der Niedersächsischen Landgesellschaft mbH, die den Prozess beratend begleitet, zu einem nächsten Treffen für den 10. Juni um 18 Uhr in die Stadthalle ein. Auch hier sind alle Interessierten willkommen, betont Müller-Otte.

Doch nicht nur Aktive für den Laden werden gebraucht, auch Lieferanten sind erforderlich. Bei einem ersten Treffen hätten schon zwei Landwirte erklärt, sich eine Zusammenarbeit vorstellen zu können. Aber auch hier sei weitere Unterstützung erforderlich, so die Bürgermeisterin. Sie betont, dass man das Warenangebot aber einvernehmlich mit den örtlichen Nahversorgern abstimmen möchte. Auch zum Bürgermarkt sieht sie den Regionalladen nicht als Konkurrenz, sondern als eine Ergänzung.

Moringen in Niedersachsen: Bis zu 30.000 Euro könne es für das Projekt geben

Vorstellbar sei, den Regionalladen auch um ein Café-Angebot zu erweitern. Aber wie genau das Angebot sein werde, das müsse aus dem Kreis herauskommen, der den Laden betreiben möchte. Zunächst gelte es, Akteure zu finden, aber auch das Fördergeld zu beantragen. 30.000 Euro könnten für das Projekt aus dem Fördertopf Perspektive Innenstadt zur Verfügung stehen, so Müller-Otte. Damit könnte die Stadt zunächst als Starthilfe die Miete für den Laden finanzieren.

Patrick Güllenbeck, Ansprechpartner bei der Niedersächsischen Landgesellschaft, verweist darauf, dass eventuell aus dem Ziele-Programm, in dem es extra einen Topf für Dorfläden gibt, noch weitere Fördermittel beantragt werden könnten. Wenn es ein tragbares Konzept für den Regionalladen in Moringen gibt, könne dort Geld bis zum Antragsstichtag im September beantragt werden. Eine Förderung von 53 Prozent der Kosten, zum Beispiel für Umbauarbeiten und Einrichtung, sei hier möglich. (Rosemarie Gerhardy)

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