KGS Moringen empfängt erstmals polnische Austauschschüler

Daumen hoch für das neue Austauschprogramm: Zum ersten Mal sind in dieser Woche polnische Schüler in Moringen zu Gast. Am Ende der Woche wollen sie sich mit Fingerabdrücken als „Blätter“ auf dem noch kahlen Baum-Gemälde verewigen. Das soll das Zusammenwachsen der beiden Schulen symbolisieren. Fotos: Schwekendiek

Moringen. „Serdecznie witamy - herzlich willkommen" hieß es am Montag an der Kooperativen Gesamtschule Moringen (KGS). Zum ersten Mal sind 17 Schüler aus dem polnischen Starachowice zu Gast.

Wenn alles gut läuft, soll der Austausch mit der neuen Partnerschule, dem „Gimnazjum Nr. 3“, regelmäßig stattfinden.

„Fast zwei Jahre haben wir den Austausch vorbereitet. Jetzt ist es endlich soweit“, sagte Lehrerin Nina Stolle erfreut. Am Dienstag wurden die Schüler mit einem Auftritt der Big Band und einer akrobatischen Show-Einlage offiziell an der KGS begrüßt. Zuvor hatten die Achtklässler schon eine Nacht in Silberborn verbracht, um sich besser kennenzulernen.

Während die polnischen Schüler bereits seit zwei Jahren deutsch lernen, haben sich ihre deutschen Partner mit einem zweistündigen Wahlpflichtkurs auf den Austausch vorbereitet. „Neben der Sprache haben wir uns vor allem mit Landeskunde, der Geschichte, den Traditionen und dem polnischen Essen beschäftigt“, sagte Stolle. Verständigungsschwierigkeiten würden auf Englisch oder zur Not mit Händen und Füßen gelöst.

Der Kontakt zwischen den Schulen entstand 2013 bei einem Treffen des deutsch-polnischen Jugendwerks. „Da haben wir schon gemerkt, dass das gut passt“, berichtete Stolle, die den Austausch gemeinsam mit ihrer Kollegin Justine Geitel vorbereitet hat.

Während des Besuchs in Moringen wohnen die polnischen Schüler bei den Familien ihrer Partner. Tagsüber gibt es ein straffes Programm, um bis Freitag möglichst viel zu sehen und zu erleben. Neben einem normalen Unterrichtstag stehen Fahrten nach Göttingen und nach Wolfsburg zur Autostadt auf dem Plan. In Moringen besuchen die Schüler die KZ-Gedenkstätte.

„Wir freuen uns auf die neuen Erfahrungen und hoffen, dass daraus eine Freundschaft entsteht“, sagte die polnische Lehrerin Monika Dygas, die mit ihren Kollegen Halina Szwed und Mariusz Sledziowski nach Moringen gekommen ist.

Schon in wenigen Wochen werden sich die Moringer Schüler auf den Weg nach Polen machen: Im Mai findet der Gegenbesuch statt.

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