Moringens Heimatgeschichte gibt es jetzt auch als Smartphone-App

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Alte Gegenstände mit neuen QR-Codes versehen: Zum Audio-Guide-Team gehören unter anderem (von links) Jan Schoppe, Luisa Barnkothe, Elisabeth Willers, Fabian Froböse und Friedhelm Honig.

Moringen. Das Moringer Heimatmuseum ist seit dieser Woche um eine Attraktion reicher: Eine Arbeitsgruppe des Heimatvereins hat einen so genannten Audioguide installiert. Zu 21 Austellungs-Objekten können sich die Besucher eine Erklärung vorlesen lassen.

Die Besucher müssen sich dabei kein Tonbandgerät ausleihen, sondern können mithilfe ihres Smartphones die Texte hören. Dazu muss nur die kostenlose Applikation (App) der Internetseite „Museum.de“ installiert werden. Von den 6250 Museen in Deutschland haben bisher nur 25 Museen die Möglichkeit genutzt, einen Audioguide auf „museum.de“ zu installieren. Das Moringer Museum ist das erste in Südniedersachsen.

„Vor acht Wochen habe ich ein Seminar im Internet (Webinar) besucht und war sofort begeistert“, berichtete der Vize-Heimatvereins-Chef Friedhelm Honig. Bei diesem Seminar wurde aufgezeigt, welche Möglichkeiten ein Museum hat, um sich im Internet und über einen Audioguide zu präsentieren. „Das können wir prima für unser Museum nutzen“, meinte Honig und bildete mit jungen Mitgliedern eine Arbeitsgruppe. In den vergangenen acht Wochen traf sich die Gruppe wöchentlich, um Idee zu verwirklichen, Ausstellungsstücke auszusuchen und Texte aufzunehmen. „Jugendliche habe ich deshalb ausgewählt, weil ihre Stimmen oft klarer zu verstehen sind, als die von Erwachsenen“, sagte der Initiator mit einem Lächeln.

Ihm halfen Fabian Froböse und Jan Schoppe als Planer. Als zusätzliche Sprecher fungierten Elisabeth Willers, Luisa Barnkothe, Edgar Hitschrich, Jens Froböse, Franziska Froböse und Sven Gloth. Alle waren von der Idee begeistert und mit Spaß, Fleiß und Eifer dabei.

Der Museumsleiter Museumsleiter Gottfried Manz sammelte zusammen mit Friedhelm Honig Stichworte. Damit wurden die Texte kreiert, die anschließend über Mikrofon, Smartphone und Computer auf dem Server der Museumsseite landeten. Nicht jeder erste Versuch war dabei ein Erfolg. Fotos für die einzelnen Stationen des Audioguides mussten noch hinzugefügt und die QR-Codes für eine Nutzung vorbereitet, gedruckt und installiert werden.

„Hierbei stellte sich heraus, dass Teamarbeit gefragt war und das Projekt nur durch die Zusammenarbeit vieler ermöglicht werden konnte“, verriet Honig. „Mir ist es wichtig, den nachfolgenden Generationen mit moderner digitaler Mediatechnik die faszinierenden Entwicklungsschritte der Vergangenheit nahezubringen“, ergänzte er.

Wer den Sprachführer (Audioguide) nutzen will, ist zu den Öffnungszeiten des Heimatmuseums willkommen: Es ist jeden Mittwoch von 9 bis 12 Uhr und nach Vereinbarung geöffnet. Im Museum sind 4000 Exponate aus alten Berufen sowie aus Haus-, Land- und Forstwirtschaft auf vier Etagen ausgestellt. Der Eintritt ist frei, Spenden sind möglich. Wer sein Kopfhörer für sein Smartphone nicht dabei hat, kann ein Exemplar für drei Euro erwerben. (zsv) www.heimatverein-moringen.de

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