Moringen plant neues Wohngebiet an der Moore

Ruhig gelegen: Diese Wiesen im Bereich „An der Moore“ stehen im Fokus der Planungen. Foto: Schwekendiek

Moringen. Wer in Moringen ein Haus bauen möchte, hat derzeit schlechte Karten: Es gibt so gut wie keine Baugrundstücke mehr.

„Die Nachfrage ist groß“, berichtet Bauamtsleiter Claus Stumpe. Allein im Frühjahr und Sommer seien mehrere Grundstücke verkauft worden. Von den 77 Bauplätzen, die vor 15 Jahren am Hagenberg und am Kleingartenweg geschaffen wurden, ist nur noch ein Grundstück zu haben.

Die Stadtverwaltung möchte deshalb die Ausweisung neuer Bauflächen vorantreiben. Im Fokus steht eine 6100 Quadratmeter große Fläche im Bereich „An der Moore“ im Oberdorf. Dafür hat sich der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung ausgesprochen. Bis zu zehn Grundstücke für Einfamilienhäuser mit je rund 600 Quadratmetern könnten dort entstehen.

Die meisten Eigentümer in diesem Bereich seien bereit, ihre Flächen zu verkaufen, berichtet Stumpe. Allerdings könne die Stadt die Flächen aus finanziellen Gründen nicht selbst erwerben und erschließen. Dafür soll ein Investor gefunden werden.

Eine erste Bestandsaufnahme der Stadt hatte ergeben, dass innerhalb von Moringen sogar zehn Gebiete für eine Wohnbebauung in Frage kommen, darunter neben der Fläche an der Moore auch der Kleingartenbereich östlich der Mannenstraße und der Bereich nördlich des Fliederwegs. Bei diesen drei Gebieten wurden bereits die Verkaufsabsichten der Eigentümer abgefragt.

Von den Eigentümern der Kleingärten in der Nähe des Flaakebads wäre nur etwa ein Drittel bereit zu verkaufen, ein Drittel habe nicht auf das Schreiben der Stadt reagiert, berichtete Stumpe im Bauausschuss. Da die Verkaufsbereitschaft der Eigentümer an der Moore größer ist und dort auch keine Kleingärten weichen müssten, sprach sich der Bauausschuss dafür aus, die Planungen zunächst auf dieses Gebiet zu konzentrieren. „Perspektivisch müssen wir aber weitere Flächen im Auge behalten“, so Stumpe.

Für eine kurzfristige Bebauung gibt es im innerstädtischen Bereich noch einzelne Baulücken. Der Verwaltungsausschuss wird sich voraussichtlich im neuen Jahr mit der Ausweisung des neuen Baugebiets befassen.

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