Moringer Rathauseingang wird barrierefrei

Historisches Amtsgerichtsgebäude erhält Außenlift an der Südseite

In Zukunft soll dieser Eingang an der Südseite zum Moringer Rathaus barrierefrei sein, dazu wird die Treppe nach vorn gezogen, damit ein Podest entsteht. Ein Lift wird links daneben installiert, so die Planungen des Bauamtes.
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In Zukunft soll dieser Eingang an der Südseite zum Moringer Rathaus barrierefrei sein, dazu wird die Treppe nach vorn gezogen, damit ein Podest entsteht. Ein Lift wird links daneben installiert, so die Planungen des Bauamtes.

Das Moringer Rathaus soll einen barrierefreien Zugang erhalten. Bauamtsleiter Claus Stumpe hat in der Sitzung des Umwelt-, Planungs- und Bauausschusses der Stadt am 30. Juli die Baumaßnahmen vorgestellt.

Moringen - Einher geht damit auch eine Umgestaltung des Erdgeschosses. 140 000 Euro sind dafür in den städtischen Haushalt bereits eingestellt. Bislang ist das Rathaus nur über eine sechsstufige Treppe an der Ostseite für Besucher zu erreichen. Die Pläne sehen nun vor, an der Südseite einen außen liegenden Lift anzufügen.

Einwand der Denkmalpflege

Die ursprüngliche Idee des Bauamtleiters, das links neben der Tür liegende Fenster zu einer barrierefreien Tür umzubauen, wurde vom Amt für Denkmalpflege nicht genehmigt. „Das würde der Symmetrie des historischen Gebäudes schaden“, gibt Stumpe die Gründe wieder. Deshalb sei es nun erforderlich, den Eingang anders umzugestalten.

Er habe eine Northeimer Firma gefunden, die die bisherige, historische Treppe abbaut und um 1,5 Meter nach vorn verlegt. Ein Podest, das in der Gestaltung angepasst wird, verbindet dann die Stufen mit der Tür, sodass die Rollstuhlfahrer dann genügend Platz haben, um sich, vom Lift kommend, auf dem Podest zum Eingang zu drehen. Die Eingangstür werde erhalten, aber mit einem elektronischen Öffnungsmechanismus versehen.

Im Inneren soll es ebenfalls, so die Ausführungen Stumpes, zu Veränderungen kommen und somit das Innere zumindest in Teilbereichen des Erdgeschosses ebenfalls barrierefrei werden. Bislang gibt es einige Stufen und Schwellen in diesem Bereich.

In Zukunft ein Bürgerbüro

Im Rahmen der Bauarbeiten soll es auch einige Verlagerungen sowie Vergrößerungen mancher Räume geben. Unter anderem wird das Einwohnermeldeamt in den bisherigen Ordnungsamtsbereich umziehen. Es soll in Zukunft wie ein Bürgerbüro fungieren. Zwei Mitarbeiterplätze werden eingerichtet. Rund 40 Quadratmeter stehen dann dort für Bürgerbelange zur Verfügung.

Zudem wird das Damen-WC vergrößert und barrierefrei gestaltet, führt Stumpe aus.

Ob auch die Stufe des ehemaligen Richtersaals, der jetzt als Besprechungsraum genutzt wird, abgesenkt wird, sei noch nicht entschieden. Unklar sei auch, ob die anderen Räume, rechts vom Foyer gelegen, ebenerdig gestaltet werden könnten. „Hier muss erst geguckt werden, was sich unter dem Fußboden befindet“, erläutert Stumpe dem Gremium.

Baustart im September vorgesehen

Die Baumaßnahmen könnten voraussichtlich im September beginnen. Man wolle aber noch Anträge für Fördermittel, insbesondere für den Außenlift, stellen. Da verspreche sich die Stadt gute Chancen, Geld zu erhalten. Das Programm sei allerdings gerade erst aufgelegt worden.

Einige der Arbeiten sollten vom städtischen Bauhof vorgenommen werden. Insgesamt geht er von einer Bauzeit von circa vier Monaten aus.

In einer ersten Berechnung beziffert er die Kosten folgendermaßen: 35 000 Euro für die Erneuerung der 23 Fenster im Erdgeschoss, Elektroarbeiten 25 000 Euro, 22 000 Euro für die Verlagerung der Treppe, 12 000 Euro für den Außenlift, 10 000 Euro für die Schiebetür, 4500 Euro für die Sanitäranlagen sowie 3500 Euro für die Heizung. Ferner fallen Materialkosten von circa 15 000 Euro für Trockenbau und Malerarbeiten an, die der Bauhof ausführen soll. Es bleibe eine Reserve von 12 500 Euro für Unvorhergesehenes. (Von Rosemarie Gerhardy)

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