Rat gibt grünes Licht

Planungen für Flaakebad-Sanierung laufen an

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Viel Fläche für erfrischende Sommertage: Das Flaakebad in Moringen soll umfassend saniert werden. Für weitere Planungen und Messungen hat der Stadtrat jetzt grünes Licht gegeben. 

Moringen. „Das Flaakebad ist nicht marode“ – mit dieser Aussage hat Moringens Bürgermeisterin Heike Müller-Otte die Einwohner der Weperstadt und der umliegenden Ortschaften aufgerufen, sich für die Zukunft des Bades einzusetzen.

Eine überplanmäßige Ausgabe für das Bad war Thema der vergangenen Ratssitzung.

Umfangreiche Sanierungsarbeiten stehen am Flaakebad in Moringen an. Unter anderem hat es eine 2012 zuletzt gemessene Senkung des Schwimmerbeckens gegeben, bei der bis zum heutigen Tag unklar ist, ob sich das Becken weiter gesenkt hat oder es seitdem wieder stabil steht. Problem an der Senkung: Wasser fließt einseitig ab und geht damit beheizt und gechlort verloren (HNA berichtete).

Das im Ausschuss für Jugend, Kultur und Soziales vor gut zwei Wochen vorgestellte Sanierungsgutachten kommt auf rund zwei Millionen Euro. Die Kosten können auf mehrere Bauabschnitte aufgeteilt werden. So würde Bauabschnitt 1 „Mehrzweckbecken mit Folienauskleidung und Rückspülbehälter“ 1,2 Millionen Euro kosten. Langfristig kann das Bad aber nur mit einem Trägerverein bestehen. „Wir könnten durch die Förderungen mit einem kernsanierten Bad in die Zukunft starten. Das Bad kann aber nur mit ihrer Unterstützung weiter bestehen“, wie Heike Müller-Otte insbesondere in Richtung der vielen Besucher der Ratssitzung sagte.

Die nächsten Schritte

Bevor eine Sanierung starten kann, müssen weitere Planungen und Vorarbeiten angestellt werden. So müssen die Messpunkte aus dem Jahr 2012 erneut geprüft werden, um die Beschaffenheit des Untergrunds herauszufinden. Ist dieser schlecht, müssen zusätzliche Pfähle zur Stabilisierung des Beckens errichtet werden. Für die Feststellung und weitere Planungen sollen 60.000 Euro bereitgestellt werden.

Der Rat der Stadt Moringen hat der überplanmäßigen Ausgabe bei zwei Enthaltungen zugestimmt. Die Sanierung des Freibades könnte im besten Fall mit zwei Dritteln aus Fördermitteln erfolgen, wie Müller-Otte erklärte. „Ohne Planungen können wir aber keine Zuschüsse beantragen“, begründete Thomas Brauns (SPD) die Entscheidung für die Ausgabe.

Bernd Bundstein (GMV) äußerte die Befürchtung, dass das Interesse am Trägerverein aus der Bevölkerung letztlich doch nicht so groß sein könnte, wie gehofft. Letztlich sei ein Neubau an anderer Stelle mit besserem Untergrund womöglich genauso teuer wie die Sanierung des Flaakebades, argumentierte Bundstein.

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