Polizei sucht weiter nach entkommenem Mörder aus Moringen

Moringen. Noch immer gibt es keine heiße Spur von dem aus dem Maßregelvollzug entkommenen verurteilten Mörder.

"Wir arbeiten weiter die zahlreichen Hinweise ab, die nach der öffentlichen Fahndung bei uns eingegangen sind", sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Neue Erkenntnisse über einen möglichen Aufenthaltsort des 39-Jährigen gebe es aber nicht.

Der Mann war am vergangenen Dienstag seinen Betreuern entkommen. Sie sollten ihn von einer Therapiesitzung in Northeim zurück ins Moringer Landeskrankenhaus bringen. In der Einrichtung drohte ihm der Verlust seiner Lockerungen, weil er eine Mitpatientin dazu gedrängt haben soll, Drogen in die Einrichtung zu schmuggeln.

Der psychischkranke Mann war 1998 wegen Mordes im Drogenmilieu in Bremen verurteilt worden. Nach vielen Jahren im Bremer Maßregelvollzug war er im Sommer vergangenen Jahres nach Moringen verlegt worden. Die Beamten gehen nicht davon aus, dass von ihm eine akute Gefahr für andere ausgeht.

Erst am 9. Mai hatte ein Patient während seines Ausgangs eine 73-Jährige mit Messerstichen schwer verletzt. Wegen dieser und weiterer Fälle hat das zuständige Sozialministerium inzwischen Reformen beim Lockerungssystem im Maßregelvollzug eingeleitet. Zunächst soll eine externe Forschungseinrichtung überprüfen, wo konkret Nachbesserungen beim Lockerungsmechanismus erforderlich sind. Eine neu einzurichtende juristische Prüfstelle soll zudem bei Lockerungsentscheidungen für Straftäter beteiligt werden. Auch das Personal in den Einrichtungen wurde aufgestockt. (lni)

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