Projektarbeit zahlt sich aus

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Freuen sich über die Auszeichnung als Umweltschule: Schülerinnen und Schüler der KGS Moringen mit einigen verantwortlichen Lehrern.

Freude bei Schülern und Lehrern der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Moringen: Die Einrichtung wurde mit dem Titel „Umwelt- und Nachhaltigkeitsschule“ ausgezeichnet.

Von 2016 bis 2019 beschäftigte sich die Moringer Gesamtschule dazu mit drei Themenfeldern: biologische Vielfalt, Fair Trade und Klimawandel.

Alle Aktivitäten in diesem Zeitraum wurden dokumentiert. Nun folgte die Auszeichnung durch das Niedersächsische Kultusministerium, dass das Projekt „Umweltschule in Europa/Internationale Nachhaltigkeitsschule“ bereits seit 1995 anbietet.

Ein Ergebnis dieser dreijährigen Arbeit in Sachen biologiesche Vielfalt ist der auf dem Schulgelände entstandene, gut 400 Quadratmeter große Schulgarten. Unter der Leitung von Lehrer Dr. Ralph Mederake lernten die Schüler durch vielfältige und neu geschaffene Biotope, auch außerhalb des Schulgartens, biologische Vielfalt auf dem Schulgelände kennen.

Doch das Projekt wurde auch kontinuierlich weiterentwickelt: So wurden unter anderem ein Steingarten zur Ansiedlung von Eidechsen angelegt sowie eine Sanddüne. Zusätzliche Hochbeete wurden gebaut, ein Kleingewässer angelegt, selbst gebaute Vogelnist- und Fledermauskästen aufgestellt und auch ein großes Insektenhotel fand ebenfalls seinen Platz im Schulgarten.

Auch beim Thema „Fair Trade“ können die Schüler der KGS einiges vorweisen. Seit mehreren Jahren verkaufen Schüler der 5. und 6. Klassen einmal im Jahr in der Pausenhalle fair gehandelte „gute Schokolade“.

Die Aktion begann nach der Teilnahme einiger Schüler bei einem Projektworkshop der Organisation „Plant for the planet“, in dem sie für das Thema sensibilisiert wurden.

Im Jahr 2017 veranstaltete der Oberstufenkurs 12 ein Projekt zum fairen Welthandel und erstellte dazu Flyer. In diesem Jahr wird das Projekt im aktuellen Kurs wiederholt. Seit 2018 verkaufen die 10. Klassen am Valentinstag fair gehandelte Rosen. Außerdem werden seit 2016 aus einem Projekt in Ghana, das ebenfalls von KGS mit betreut wird, Produkte vom dortigen Markt erworben, wie Stoffe, Ketten Armbänder und Kalebassen (Schalen aus Kürbis), die von den einheimischen Verkäufern produziert werden.

Die Artikel werden von KGS-Schülern bei diversen Veranstaltungen wie Tagen der offenen Tür und Schulfesten verkauft. Der Erlös kommt der ehrenamtlichen Kooperationsschule in Kapawumo (Vorort von Tamale, Ghana) zugute.

Die Anpflanzung eines Schulwaldes und die damit verbundene Verminderung des klimaschädlichen Kohlenstoffdioxids fällt unter das dritte Handlungsfeld „Klimawandel“. 2017 ist auf einer ehemaligen Bauschuttdeponie in Höckelheim der Schulwald entstanden. Innerhalb von drei Tagen pflanzten Schüler der KGS Moringen und der Außenstelle Nörten-Hardenberg gut 6000 Bäume. Hauptsächlich wurden Eichen gesetzt, aber auch Buchen, Hasel, Ahorn und Linde. An die Randflächen kamen alle Bäume des Jahres und im oberen Bereich einige Obstbäume.

Durch die Pflanzaktion haben die Schüler dazu beigetragen, dass gut 60 Tonnen Kohlenstoffdioxid jährlich eingespart werden.

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