1. Startseite
  2. Lokales
  3. Northeim
  4. Moringen

Entscheidung für Jugendplatz mit Cross-Strecke für Radfahrer

Erstellt:

Von: Rosemarie Gerhardy

Kommentare

Auf dem Gelände des Festplatzes, auf dem aktuell der Bauhof Materialien lagert, in unmittelbarer Nähe zu den anderen Sportstätten soll in Moringen ein sogenannter Dirttrail entstehen.
Auf dem Gelände des Festplatzes, auf dem aktuell der Bauhof Materialien lagert, in unmittelbarer Nähe zu den anderen Sportstätten soll in Moringen ein sogenannter Dirttrail entstehen. © Roland Schrader

Die Jugendlichen Moringens sollen einen sogenannten Dirttrail bekommen. Das ist eine Cross-Strecke, die mit dem Fahrrad befahren werden kann. Erdhügel laden dazu ein, mit dem Mountain- oder BMX-Rad Sprünge und Tricks zu machen, erklärt Stadtjugendpfleger Martin-Oliver Neidlein, der mit einem Kurzfilm dem Rat einen kurzen Einblick in dieses Freizeitvergnügen gewährte. Dieser votierte dann einstimmig für das Projekt.

Moringen – Für die Umsetzung werden im Haushalt maximal 55 000 Euro zur Verfügung gestellt. Auszugehen ist derzeit von einem Zuschuss aus dem Programm „Startklar“ in Höhe von 20 000 Euro. Außerdem hofft Neidlein auf weitere 5000 Euro seitens der Jugendstiftung des Landkreises. Wie hoch die Kosten der Umsetzung letztendlich würden, hinge davon ab, wie groß und mit welcher Ausstattung der Park angelegt werden. Außerdem seien die Kosten auch von der Eigenleistung, die eventuell Jugendliche und Eltern erbringen könnten, abhängig, so Neidlein. Die Kinder und Jugendlichen sollten, so der Stadtjugendpfleger, auf jeden Fall bei der Umsetzung mit beteiligt werden. In der Folge könne er sich auch gut die Gründung eines Vereins vorstellen, oder dass die örtlichen Vereine eine Bikesport-Sparte einrichten. Auch eine Einbindung der benachbarten Schulen könne er sich gut vorstellen.

Die Idee einen Bikepark als Jugendplatz zu bauen, würde von vielen Jugendlichen mitgetragen. Das habe auch eine Unterschriftenliste bewiesen, auf der sich die jungen Menschen dafür ausgesprochen haben. Zuvor in der Diskussion in den politischen Gremien waren auch ein Skaterplatz, der aber mit rund 150 000 Euro als nicht realisierbar eingeschätzt wurde, sowie ein Soccer- und Basketballcourt, der mit circa 80 000 Euro zu Buche geschlagen hätte (wir berichteten). Neidlein berichtete im Rat, dass er auch Kommunen, die bereits über einen Dirttrail verfügen, befragt hätte. Diese hätten die Kosten für die Einrichtung mit 33 000 bis 50 000 Euro angegeben, je nach eingebrachter Eigenarbeit und vorhandenen Baumaterialien (Erdaushub). Folgekosten gebe es auch bei länger vorhandenem Dirttrail gar nicht oder in nur sehr geringem Umfang. Kleinere Reparaturen könnten die Jugendlichen auch selbst ausführen. Auch Vandalismus oder andere Schädigungen hätte es laut den Berichten der Gemeinden nicht gegeben.

Neidlein nennt noch einen weiteren Vorteil der Dirttrailanlage. Falls sie in Zukunft nicht mehr gebraucht würde, könne sie problemlos zurückgebaut werden. Doch jetzt gilt es, den Jugendplatz erst mal auf den Weg zu bringen. Zunächst soll eine Arbeitsgemeinschaft „Dirttrail Moringen“ gegründet und Kooperationspartner und Berater im Bereich Bikesport gesucht werden. Dann müssten verschiedene Angebote bei Anbietern eingeholt und die Anlage geplant werden. Außerdem müssen die Eigenleistungen abgeklärt werden. Dann könne mit dem Bau begonnen werden, an dessen Ende eine Einweihungsparty stehen soll. (Rosemarie Gerhardy)

Auch interessant

Kommentare