Diskussion um die Zukunft des Gebäudes im Stadtrat

Der Ratskeller in Moringen ist Gefahr für die Bürger

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Der Moringer Ratskeller beschäftigt die Stadt bereits seit vielen Jahren. Weil der Eigentümer sich um den Zustand des denkmalgeschützten Gebäudes nicht kümmert, ist der Landkreis Northeim in der Pflicht. 

Der Ratskeller der Weperstadt – eine niemals enden wollende Geschichte? Der Stadtrat diskutierte in seiner jüngsten Sitzung einen Dringlichkeitsantrag der GMV.

Sie hatte umgehend Maßnahmen zur dauerhaften Sicherung des Gebäudes oder das Vorantreiben eines Abrisses gefordert.

„Der Ratskeller ist eine latente Gefahr für die Moringer Bürger und das halten wir als GMV-Fraktion für untragbar und unverantwortbar“, erläuterte Fraktionsvorsitzender Bernd Bundstein seinen Dringlichkeitsantrag noch einmal öffentlich. Wenn der Verein Ratskeller Pläne für eine Sanierung habe, dann sollten diese entweder zeitnah umgesetzt werden, oder die Stadt solle einen Abriss vorantreiben.

Erst Anfang März hatte der Verein Ratskeller auf einer Sitzung des Bauausschusses seine Pläne vorgestellt, aus dem Gebäude, dessen Verfall stetig voranschreitet, eine sozio-kulturelle Einrichtung zu machen.

Nur wenige Tage später gab es erneut negative Schlagzeilen, als ein Sturmtief einmal mehr dafür sorgte, das einige der Dachziegel vom Dach des maroden Gebäudes auf Gehweg und Fahrbahn der langen Straße fielen. Wie Ortsbrandmeister Frank Fihlon in der Einwohnerfragestunde berichtete, war einer der herunterfallenden Dachziegel auf einem vorbeifahrenden Auto gelandet.

Die Fahrerin blieb unverletzt, hatte ihr Auto jedoch erst kurz vor der Futterkrippe zum Stehen gebracht. „Das hätte auch ganz anders ausgehen können“, betonte auch er, wie dringend in dieser Ratskeller eine Lösung zur Sicherheit der Bürger gefunden werden müsse.

Jens Wolkenhauer (CDU) merkte an, dass der Ratskeller sich jedoch nicht im Besitz der Moringer Verwaltung befinde und warf die Frage auf, inwieweit die Stadt hier überhaupt Maßnahmen einleiten könne.

Dies beantwortet Bauamtsleiter Claus Stumpe: „Die Denkmalschutzbehörde ist für das Gebäude zuständig. Wir können lediglich mit dem Landkreis sprechen.“ Ratsvorsitzender Volker Feige (SPD) sagte, die Verwaltung solle dann beim Landkreis eine dauerhafte Sicherung des Gebäudes fordern. „Welche Maßnahmen der Landkreis dann letztendlich ergreift und umsetzt, darauf hat die Stadt dann keinen Einfluss“, so Feige.

Auch Ralf Harke (SPD) stimmte seinen Ratskollegen zu, dass der Landkreis in dieser Angelegenheit dringend gefordert sei. Elke Krause (Grüne) warf ein, dass bereits ein Termin zum Gespräch mit dem Landkreis und der Oberen Denkmalschutzbehörde zum Ratskeller anstünde. „Das ist auch gut so, denn dieses Thema muss einfach bald ein Ende haben“, betonten Feige und auch Klaus-Wilhelm Depker /LiMo21).

Die Ratsmitglieder beschlossen daher, dem Antrag der GMV in sofern zu entsprechen, dass man den Landkreis zu entsprechenden Maßnahmen zur umfänglichen und dauerhaften Sicherung des Gebäudes auffordern werde. Elke Krause (Grüne) und Elke Klein (SPD) enthielten sich bei der Abstimmung.

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