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Windräder auf der Ahlsburg bei Moringen denkbar?

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Von: Rosemarie Gerhardy

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Große Flächen auf der Ahlsburg im Moringer Stadtwald sind kahl, sie könnten für Windkraftanlagen genutzt werden. Archi
Große Flächen auf der Ahlsburg im Moringer Stadtwald sind kahl, sie könnten für Windkraftanlagen genutzt werden. © Roland Schrader

Auf der Moringer Ahlsburg gibt es große Kahlflächen im Wald. Der städtische Bauausschuss hat nun einstimmig an den Stadtrat empfohlen, diese Flächen für eine Prüfung freizugeben, ob sie sich für Windenergieanlagen eignen.

Moringen – Bislang waren Windenergieanlagen im Wald in Niedersachsen nur selten erlaubt, doch aktuell sei da „viel Schwung in der Diskussion“, so Bürgermeisterin Heike Müller-Otte. Die Bundesregierung habe durch das „Windenergie-an-Land-Gesetz“ die Flächenvorgaben für die einzelnen Bundesländer neu festgesetzt. Um das Ziel von 2,2 Prozent der Fläche Niedersachsens zu erreichen, müsse die strikte Regelung hinsichtlich der Windenergie im Wald aufgeweicht werden.

Bislang sei es verboten, an historischen Waldstandorten, wie in Moringen, Windenergieanlagen zu errichten. Allerdings habe der Waldboden in Moringen laut Müller-Otte wegen des langjährigen Fichtenbestandes nicht mehr eine so hohe Qualität, weshalb eventuell durchaus perspektivisch eine Berücksichtigung bei der Regionalplanung seitens des Landkreises möglich wäre. Zudem wäre die Fläche gut zu erreichen, windhöffig und es gebe nur wenig Naturverjüngung, führt die Bürgermeisterin weitere Argumente ins Feld.

Eine Wiederaufforstung werde sehr teuer, diese könne dann gegebenenfalls mit Einnahmen von den Windenergiebetreibern finanziert werden. Deshalb wolle man dem Landkreis die Flächen auf der Ahlsburg für die Windenergieplanung anbieten. Eine eigene Flächennutzungsplanung der Stadt Moringen für diese Kalamitätsflächen im Stadtwald ist nach dem derzeitigen Recht ausgeschlossen, erklärt die Bürgermeisterin. Inwiefern durch die Kommune eine Positivplanung für Windenergie im Wald noch bis Ende 2023 möglich sein wird, sei ebenfalls noch nicht absehbar, heißt es in der Abstimmungsvorlage.

Ab dem 1. Januar können Planungen für Windenergie generell nur noch durch die Landkreise als Träger der Regionalplanung vorgenommen werden. Auch andere Waldbesitzer im Landkreis würden deshalb ihre Flächen bereits dem Landkreis anbieten, so Müller-Otte. Sie hoffe, dass die Moringer Waldflächen, sofern auch der Stadtrat dem Vorgehen zustimmt, berücksichtigt werden. (Rosemarie Gerhardy)

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