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Fotovoltaikanlage auf der Deponie Blankenhagen geht in Betrieb

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Von: Hans-Peter Niesen

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Neue Fotovoltaikanlage auf der Deponie: EAM-Geschäftsführer Olaf Dieser und Landrätin Astrid Klinkert-Kittel (neben dem Modul rechts) nahmen sie jetzt im Beisein von Beteiligten an dem Projekt offiziell in Betrieb.
Neue Fotovoltaikanlage auf der Deponie: EAM-Geschäftsführer Olaf Dieser und Landrätin Astrid Klinkert-Kittel (neben dem Modul rechts) nahmen sie jetzt im Beisein von Beteiligten an dem Projekt offiziell in Betrieb. © Hans-Peter Niesen

Mit der neuen Fotovoltaik-Anlage auf der Mülldeponie Blankenhagen verstärkt der Landkreis Northeim seine Initiativen zur dezentralen Erzeugung erneuerbarer Energien.

Blankenhagen - „Weitere Anlagen beispielsweise auf Schuldächern werden folgen“, kündigte Landrätin Astrid Klinkert-Kittel (SPD) bei der offiziellen Übergabe der Freiflächen-Anlage an.

Partner beim Bau der Anlage ist die EAM. Den kommunalen Energieerzeuger für Südniedersachsen, Nordhessen und angrenzenden Ländern sieht die Landrätin auch im Boot, wenn der neue Kreisgaragenhof in Moringen gebaut wird. Dort soll auf den Dächern mithilfe des Sonnenlichts ebenfalls Strom erzeugt werden.

Bis Ende des Jahres 2024 soll der neue Garagenhof den nicht mehr den modernen Anforderungen entsprechenden Garagenhof in Northeim ersetzen, kündigte die Landrätin an.

Die neue Anlage auf der Deponie Blankenhagen, steht auf einer Fläche von rund 3000 Quadratmetern. Sie erzeugt mit 1650 Modulen und fünf Wechselrichtern eine Leistung von 620 Kilowatt-Peak.

Damit könnten rund 180 Haushalte versorgt werden. Das entspricht einem kleinen Dorf. Ein Drittel des Stroms verbrauchen die Anlagen auf der Deponie, insbesondere die Kläranlage und die Pumpentechnik. Der Rest des erzeugten Stroms wird in das allgemeine Netz eingespeist.

In der nächsten Phase wird der Stromverbrauch der Kläranlage optimiert, so sollen die Pumpen möglichst nur dann laufen, wenn erneuerbarer Strom aus der PV-Anlage zur Verfügung steht. Der Landkreis Northeim habe gemeinsam mit der EAM schon erste Ideen dazu entwickelt. Investor ist die EAM. Der Landkreis zahlt für die Nutzung eine jährliche Pacht von 47 000 Euro, sagte die Landrätin.

EAM-Geschäftsführer Olaf Kieser betonte: „Es freut mich sehr, dass wir dieses Projekt für den Landkreis Northeim umsetzen und die Freiflächenanlage errichten konnten. Das ist ein weiterer wichtiger Baustein für die Umsetzung der Energiewende, die wir als Partner der Kommunen gerne unterstützen.“ Es sei der richtige Weg – auch aus geopolitischen Gründen wegen des Kriegs in der Ukraine.

Im Zuge der Arbeiten wurde zudem die Übergabestation der Deponie erneuert. Die neue PV-Anlage steht aufgeständert auf einem renaturierten Bereich der Deponie. Diese Grünflächen müssen mehrere Jahrzehnte erhalten bleiben und eignen sich optimal für die Errichtung einer PV-Freiflächenanlage, sagen die Investoren. Die Abdichtung des Deponiekörpers sei dabei weiterhin gewährleistet .

Die Anlage sei in enger Abstimmung mit der Kreisabfallwirtschaft des Landkreis Northeim und unter Einhaltung des bundeseinheitlichen Qualitätsstandard „Fotovoltaik auf Deponien“ sowie Umweltschutzauflagen errichtet worden. (Hnas-Peeter Niesen)

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