Spendengala: Nach Knochenmarkspende möchte Celina Krechsky Danke sagen und helfen

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Die Planungsrunde: Barbara Epler (Vorsitzende des Vereins Hoffnung), Dr. Hans Neumeyer (Gründer und früherer Leiter der Knochenmark- und Stammzellspenderdatei Göttingen KMSG), die 18jährige Celina Krechsky aus Moringen, Dr. Beatrix Pollok-Kopp (Leiterin der KMSG) und der Northeimer Musikproduzent Nils Brandt.

Moringen/Northeim. Nach einer Knochenmarkspende möchte die 18-jährige Schülerin Celina Krechsky aus Moringen nun Danke sagen.

Mit einer Spendengala möchte Celina Krechsky jetzt anderen Menschen etwas von der Hilfe zurückgeben, die sie erhalten hat. Unterstützt wird sie dabei vom Northeimer Musikproduzenten Nils Brandt, dem Verein Hoffnung (Förderverein für Knochenmarkspenden der Universitätsmedizin Göttingen) und der Knochenmark- und Stammzellspenderdatei (KMSG) an der Uni Göttingen.

Der Northeimer Nils Brandt - als bekannter Musikproduzent vom Fach - hat die Organisation der Gala übernommen. Sie soll Ende März oder im April in der Northeimer Stadthalle stattfinden und von MDR-Moderator André Holst moderiert werden. Auf seiner Gästeliste stehen bekannte Namen aus den Bereichen Schlager, Sport, Politik und Fernsehen. Gesetzt ist bereits Marcel Kaupp, Gewinner des Jahres 2014 im RTL-Wettbewerb Deutschland sucht den Superstar (DSDS).

Weitere Namen möchte Brandt zum jetzigen Zeitpunkt nicht nennen. „Die Verhandlungen sind noch nicht abgeschlossen.“ Alle würden unentgeltlich auftreten, damit der Reinerlös der Spendengala möglichst hoch wird. Der Vorverkauf soll im Februar anlaufen, der Eintrittspreis um 15 Euro betragen.

Hintergrund ist, dass die Typisierungsaktionen für Knochenmark- und Stammzellspender teuer sind und die Suche nach einem passenden Spender aufwändig ist. Für die Moringerin Celina, die nach einer überstandenen Leukämie am sogenannten Myelodysplastischen Syndrom (MDS) litt, bei der die Zellen des Knochenmarks ihre Fähigkeit verlieren, reife Blutzellen zu bilden, gab es drei große Aktionen in Northeim, Moringen und Duderstadt. Schließlich wurden zwei passende Spender gefunden. Die lebensrettende Transplantation hat sie im Februar vergangenen Jahres erhalten.

Im Falle von Celina gab es nach Darstellung von Dr. med. Hans Neumeyer, dem Gründer und ehemaligen Leiter der KMSG, Typisierungskosten von fast 63.000 Euro. Das Defizit von rund 45.300 Euro konnte der Verein Hoffnung aus vorhandenen Spenden finanzieren. Die Hoffnung ist, dass mit der Spendengala wieder Geld für neue Typisierungsaktionen gewonnen werden kann. Neumeyer: „Geldspender sind echte Lebensspender.“

Die Chance, einen passenden Spender zu finden. liegt nach Darstellung der KMSG bei rund 85 Prozent. Dafür müssen jedoch immer wieder gesunde Menschen im Alter zwischen 18 und 55 Jahren typisiert werden. (zhp)

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