Sporthaus ist zu klein: Verein wünscht sich Anbau

Hier soll der Anbau entstehen: Der SV 07 Moringen mit seinem Vorsitzenden Gerald Deppen möchte das Sporthaus in südliche Richtung erweitern, um Geräte unterzustellen. Foto: Niesen

Moringen. Der SV 07 Moringen plant einen Anbau für sein Sporthaus und wünscht sich dafür Unterstützung von der Stadt Moringen. 30.000 Euro würde der Anbau die Stadt kosten.

„Unser Sporthaus platzt aus allen Nähten. Wenn wir zu Beginn des neuen Jahres den Betrieb der Sportstätten übernehmen, brauchen wir dringend Unterstellmöglichkeiten für die erforderlichen Geräte“, sagte der Vorsitzende des SV 07, Gerald Deppen.

Wie in vielen anderen Kommunen möchte die Stadt den Betrieb von Dorfgemeinschaftshäusern und Sportanlagen abgeben, um die chronisch klammen Haushalte zu entlasten. Außer in Moringen diskutiert die Verwaltung zurzeit auch mit dem Sportverein in Großenrode über eine Übernahme der Sportanlage.

Als das Sporthaus 1997 eingeweiht wurde, gab es sechs Mannschaften beim SV 07 Moringen. Heute sind es insgesamt 17. „Ohne die Sportanlagen der Gesamtschule wäre der Spielbetrieb nicht aufrecht zu erhalten“, sagt Deppen. „Außerdem weichen wir regelmäßig auf den Sportplatz des Maßregelvollzugszentrums aus.“ Wegen der großen Nachfrage plant der Verein, zusätzlich den Bolzplatz neben seinem Sporthaus aufzuwerten.

Der Boom im Moringer Fußball wurde von zwei Umständen begünstig. Die Jugendarbeit genießt einen ausgezeichneten Ruf: Trainer und Betreuer arbeiten sehr erfolgreich. Außerdem gründete der Verein 2005 eine Mädchenabteilung, die sich schnell zu einem Magneten entwickelte. Daraus resultierten allerdings weitere Platzprobleme, denn im Sporthaus gibt es nur zwei Umkleiden mit Duschmöglichkeiten.

Der Zuschussbedarf für den Anbau beträgt rund 30.000 Euro. „Soweit es möglich ist, wollen wir die Arbeiten in Eigenleistungen durchführen“, sagt der Vorsitzende. Der Bau mit rund 110 Quadratmetern soll an der Südseite des Sporthauses entstehen. Die Grundfläche ist mit fünf mal acht Metern vorgesehen.

Die Verwaltung hat die Pläne in ihrer jüngsten Jugend-, Kultur- und Sozialausschusssitzung befürwortet. Die Parteien haben sich noch nicht endgültig positioniert. Der Fraktionsvorsitzende der SPD, Joachim Suffrian, würde es begrüßen, wenn die Stadt das Vorhaben unterstützt. „30.000 Euro sind zwar eine Hausnummer, aber es entsteht für die Stadt und den Verein eine Win-Win-Situation.“

Zuvor soll allerdings noch der Vorschlag aus dem Ausschuss geprüft werden, ob eine Fremdvergabe der Pflegearbeiten billiger als eine Übergabe an den Verein ist. Suffrian: „Das glaube ich aber nicht.“

Von Hans-Peter Niesen

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