Finanzausschuss diskutiert über Sparpotenzial

Stadt plant mit Defizit für 2015 – Abwassergebühren sinken

Moringen. In Moringen ist der Gesprächsbedarf über den Haushalt 2015 groß. Das wurde in der jüngsten Sitzung des Finanz- und Wirtschaftsausschusses deutlich.

Letztlich einigten sich die Mitglieder darauf, weitere Gespräche in den Fraktionen zu führen, um das Einsparungspotenzial erneut zu erörtern.

Derzeit ist im Ergebnishaushalt ein Defizit von 114 000 Euro veranschlagt. Die Netto-Neuverschuldung soll sich auf 413 000 Euro belaufen. „Unser Ziel ist es natürlich, einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen“, sagte Bürgermeisterin Heike Müller-Otte. „Wir bemühen uns, die Vorgaben des Landkreises zu erfüllen und versuchen, noch 200 000 Euro einzusparen.“ Viele Positionen müssten noch einmal auf den Prüfstand.

Beschluss im Stadtrat

Aus dem Haushaltssicherungskonzept geht indes hervor, dass innerhalb der nächsten Jahre mit einem positiven Ergebnis gerechnet werden kann. Am Montag, 15. Dezember, wird sich der Verwaltungsausschuss mit dem Thema befassen. Ziel sei es, den Haushalt am Donnerstag, 18. Dezember, im Stadtrat zu verabschieden, sagte Müller-Otte.

So gut wie beschlossen ist die Senkung der Abwasserbeseitigungsgebühren ab dem 1. Januar 2015. Der Finanzausschuss befürwortete eine Senkung der Gebühren von 3,50 auf 3,40 Euro pro Kubikmeter für Normalverschmutzer.

Friedhofsgebühren steigen 

Leicht steigen sollen dagegen die Friedhofsgebühren, denn in diesem Bereich hat die Stadt Moringen im vergangenen Jahr ein Minus von 37 000 Euro erwirtschaftet. Eine Einzelgrabstätte soll demnach beispielsweise 1450 statt 1300 Euro kosten, eine Doppelgrabstätte 2850 statt 2600 Euro. Trotz höherer Gebühren rechnet die Stadt aber erneut mit einem Minus.

Die Ortsräte sollen im kommenden Jahr etwa soviel Geld erhalten wie im laufenden Jahr. Für Fredelsloh stehen 2885 Euro zur Verfügung, für Nienhagen 1775 Euro, für Thüdinghausen 1165 Euro und für Großenrode 1295 Euro. Die Zuschüsse für die Sportvereine wurden mit 2500 Euro veranschlagt.

Hebesätze werden beraten 

Über die geplante Erhöhung der Hebesätze für die Grund- und die Gewerbesteuer wollen die Fraktionen erneut beraten. Derzeit ist geplant, die Grundsteuer A und B von 340 auf 360 Prozent zu erhöhen, die Gewebesteuer dagegen von 365 auf 385 Prozent. (jus)

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