Moringer Haushalt: Statt Defizit jetzt Überschuss

Moringen. Fünf Wochen später als geplant hat der Rat der Stadt Moringen am Donnerstag den Haushalt für 2015 verabschiedet. Die Verzögerung und die langen Beratungen haben sich jedoch gelohnt.

Die Stadt wird in diesem Jahr keine neuen Schulden machen. Mehr noch: Anstatt eines Defizits von 114 000 Euro sieht der Ergebnishaushalt nun einen Überschuss in Höhe von 127 100 Euro vor.

Insgesamt hat der Haushalt der Stadt Moringen ein Volumen von 12,26 Millionen Euro. 1,5 Millionen Euro sind für Investitionen vorgesehen, davon entfallen 950.000 Euro auf Baumaßnahmen. Die Schulden aus Krediten belaufen sich derzeit auf 12,4 Millionen Euro.

Heike Müller-Otte

„Mit diesem Haushalt machen wir einen Schritt in die richtige Richtung“, sagte die sichtlich zufriedene Bürgermeisterin Heike Müller-Otte. Zugleich betonte sie, dass die Infrastruktur nicht kaputt gespart werden dürfe. Deshalb würden jetzt zum Beispiel 120.000 Euro für den Straßenbau ausgegeben anstatt ursprünglich geplanter 80.000 Euro.

Mehreinnahmen ergeben sich zum Beispiel aus einer Anhebung der Grundsteuerhebesätze und einer Erhöhung der Friedhofsgebühren, die bereits im Dezember beschlossen wurden. Außerdem werden beim Bauhof und bei den Kindertageseinrichtungen in der Grundschule und in Fredelsloh drei Stellen eingespart. Zusammen mit weiteren Kürzungen ergibt sich für 2015 ein Gesamteinsparpotenzial von 248.900 Euro. Bis 2018 soll das Gesamtdefizit um 1,2 Millionen Euro reduziert werden.

„Wir haben bewusst darauf verzichtet, auch noch die Gewerbesteuer anzuheben, um Moringen im Vergleich zu den Nachbarkommunen als interessanten Gewerbestandort vermarkten zu können“, sagte Müller-Otte.

Aufgrund des Sparzwangs können verschiedene Pläne in diesem Jahr nicht umgesetzt werden. Neben dem SV 07, der keinen Anbau für das Vereinsheim bekommt, muss auch der Bauhof zurückstecken. Der neue Unimog wurde aus dem Etat gestrichen, der Großflächenmäher soll gebraucht gekauft werden. Auch die Sanierung der Stadthalle ist erst für 2016 geplant.

Von Julia Schwekendiek

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