Stolz auf 112 Jahre Ehrenamt

Ehre für Einsatz und treue zur Feuerwehr: Diese Mitglieder freuten sich über Beförderungen und Ehrungen durch Kreisbrandmeister Bernd Kühle rechts, mit Abschnittsbrandmeister Manfred Voss und Stadtbrandmeister Rainer Hartmann. Fotos: Beeker

Lutterbeck. Freiwillige Feuerwehr Lutterbeck feierte den 112. Geburtstag mit Kommers und Pokalwettkämpfen. Am Sonntag stand noch der Festumzug auf dem Programm.

Mit einer Kranzniederlegung am Ehrenmal in Lutterbeck begannen am Freitag die Feierlichkeiten zum 112-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Lutterbeck. Ortsbrandmeister Marcus Pfüller und seine Feuerwehrkameraden hatten die Wehren des Abschnitts wie die Vereine zum großen festlichen Kommers, mit anschließendem Tanz nach Lutterbeck eingeladen.

Pfüller übernahm die Moderation und begrüßte die mehr als 500 Gäste im Festzelt.

In einer Fragerunde durch sechs Kinder zur Chronik der Feuerwehr, musste Pfüller Rede und Antwort stehen. Dabei erfuhren die Zuhörer, dass die Feuerwehr urkundlich am 29. März 1903 mit 36 Kameraden gegründet und das erste Jubiläum 1928 in der Hartmannschen Wirtschaft gefeiert wurde.

Dass August Nienstedt 1948 Ortsbrandmeister wurde, und dieses Amt 35 Jahre lang in seiner 45-jährigen Dienstzeit ausübte. Nienstedt hat die Wehr in dieser Zeit technisch aufgestockt und das heute bestehende Feuerwehrgerätehaus gebaut.

Pfüller ist sehr stolz darauf, dass die Feuerwehr heute 108 Mitglieder hat, davon 31 Aktive, 12 in der Altersabteilung, 46 Fördernde und 19 Kinder in der Kinderfeuerwehr. Er zeichnete die 19 Kinder der Klassen eins bis vier mit einem Kinderflämmchen aus. Weitere Ehrungen und Beförderungen folgten.

Was bei dem Einen die immer knapper werdenden finanziellen Mittel sind, sind beim Anderen die Nachwuchssorgen. Bürgermeisterin Heike Müller-Otte meinte in ihren Grußworten, dass die Stadt stets versucht, ihre Feuerwehren in einem guten technischen Ausrüstungs- und Ausbildungszustand zu versetzen.

Müller-Otte sagte weiter: „So auch jetzt mit dem geplanten HLF 20 für Moringen und der Ausstattung mit Digitalfunk.“

Kreisbrandmeister Bernd Kühle meinte: „Vor 112 Jahren waren Nachwuchssorgen noch ein Fremdwort, heute müssen wir werben und die Arbeit in der Feuerwehr immer interessant gestalten. Die Kinder so früh wie möglich abzuholen ist die wichtigste Aufgabe einer Feuerwehr, das klappt hier in Lutterbeck ganz hervorragend.“

Mit viel Spannung erwarteten die zahlreichen Besucher am zweiten Tag der Feier zum 112-jährigen Bestehen der Lutterbecker Feuerwehr, die Pokal-Wettkämpfe der befreundeten Wehren.

Von 16 gemeldeten Feuerwehren waren 13 mit Gruppenführer und jeweils acht Feuerwehrkameraden an den Start gegangen, um in kürzester Zeit einen Parcours zu absolvieren, der den Teilnehmern körperlich alles abverlangte. Hier war nicht nur höchste Konzentration gefragt, sondern vor allem Teamarbeit.

Bei der Siegerehrung wurden für die ersten drei Plätze Pokale vergeben. Platz eins erhielt die Mannschaft der Freiwilligen Feuerwehr Landolfshausen, gefolgt von der Feuerwehr Iber auf Platz zwei. Der dritte Platz ging an die Lokalmatadoren der Feuerwehr Lutterbeck. (ywb)

112 Jahre Feuerwehr Lutterbeck

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