Theatergruppe geplant: Sommernachtstraum mit Flüchtlingen in Moringen

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Planen den Sommernachtstraum mit Flüchtlingen (von link)s: Heike Müller-Otte, Stefan Dehler, Christoph Huber, Elfriede Gebhard-Pahmeier und Christa Zieker. 

Moringen. Flüchtlinge und Einwohner Moringens wollen bis Februar 2017 gemeinsam Shakespeares Komödie „Ein Sommernachtstraum" unter der professionellen Anleitung der Göttinger Theaterproduktion „stille hunde" einstudieren und aufführen. 

Ein erster Workshop dazu findet am Samstag, 13. August, von 10 bis 15 Uhr in der Moringer Löwenzahnschule statt. Gesucht werden weitere Interessierte zwischen 13 und 80 Jahren, die Lust an der Schauspielerei und an der Arbeit hinter den Kulissen haben. Sie können auch gerne aus den Moringer Ortschaften und aus anderen Orten kommen. Ziel ist, eine Theatergruppe zusammenzustellen, die je zur Hälfte mit Deutschen und Flüchtlingen besetzt ist.

Doppelt besetzen

„Wir möchten nach Möglichkeit jede Rolle doppelt besetzen“, sagte Christoph Huber von den „stillen hunden“.

Der Profi-Schauspieler, der ebenso wie sein Kollege, der Schauspieler, Dramaturg und Autor Stefan Dehler, über eine langjährige Erfahrung mit Laientheater verfügt, sagte, es werde bei der Realisierung des fantastischen und phantasievollen Stoffes nicht primär auf die Sprache ankommen.

Vielmehr gebe es Raum für Improvisationen und beispielsweise den Einbau von Liedern, die die Akteure mitbringen.

In der ersten Phase bis zu den Herbstferien jeweils dienstags von 19.30 bis 21.30 Uhr geht es darum, dass „die Teilnehmer erfahren, was in ihnen steckt“, sagt Elfriede Gebhard-Pahmeier. Sie gehört mit Moringens Bürgermeisterin Heike Müller-Otte und Christa Zieker zu den Initiatoren dieses im Landkreis Northeim bislang einmaligen Theaterprojektes.

Die Akteure sollen ihre verborgenen Seiten erkennen, Situationen nicht als gegeben hinnehmen und sich spielerisch im geschützten Rahmen in neuen Handlungsmöglichkeiten und mit zunächst fremden Partnern erproben, fährt Gebhard-Pahmeier fort.

Premiere im Februar

Nach den Herbstferien soll es dann mit einer festen Gruppe an die Erarbeitung des Stücks gehen. Dessen Premiere ist im Februar des kommenden Jahres geplant.

Zwölf Flüchtlinge hätten ihr Mitmachen bereits zugesagt. Das Schöne daran sei, so Christa Zieker, „alle müssen gemeinsam anfangen, das schafft eine andere Form des Miteinanders“. 

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