Nach Vorstellungen des Projektentwicklers könnte Bau 2016 beginnen

Windkraft-Pläne für Moringer Böllenberg werden konkreter

So wie auf dieser Montage könnten den Windräder aussehen: Hier ist der geplante Standort vom Moringer Kirchberg aus zu sehen. Archivfoto: Schwekendiek, Montage: Mönkemeyer

Moringen. Die Pläne, am Moringer Böllenberg drei Windenergie-Anlagen zu errichten, nehmen Gestalt an. Der Entwickler hat seine Ideen kürzlich im Bauausschuss vorgestellt.

Wenn es nach den Vorstellungen des Projektentwicklers Andreas Abitz geht, könnten schon im kommenden Jahr drei je 4,2 Megawatt erzeugende Windkraftanlagen unterhalb des Böllenbergs zwischen Moringen-Kirchberg und der Landesstraße Richtung der Einbecker Ortschaft Iber gebaut werden.

Abitz, der in Northeim-Langenholtensen die Firma Common Sense Energy betreibt, hat seine Pläne jetzt dem Moringer Bauausschuss vorgestellt und hofft auf ein positives Signal von Rat und Verwaltung. In der kommenden Woche sind die drei Windräder Thema im Verwaltungsausschuss.

Die Anlagen des hoch modernen Typs Enercon E 126-EP 4, so Abitz, hätten eine Nabenhöhe von rund 140 Meter. Sie seien extra für Gebiete mit schwächerem Windaufkommen ausgelegt. Die Abstände zur Wohnbebauung würden die vielfach geforderten 1000 Meter zur Wohnbebauung unterschreiten. „Das ist eine willkürliche Grenze“, sagte er. Entscheidend sei vielmehr, dass die Anlagen leise genug seien und das sei der Fall. „Die Schallwerte müssen eingehalten werden.“ Außerdem gebe eskeine Probleme mit Schlagschatten, weil sich die Anlagen nördlich des Kirchberges befinden.

Aus raumordnerischer, emissions- und naturschutzrechtlicher Sicht sind die Anlagen nach Einschätzung von Abitz vertretbar. Er baut auf vorhandene Gutachten auf, die aktualisiert würden.

Er hofft, dass die Anhörung der Träger öffentlicher Belange noch in diesem Jahr erfolgt. „2016 soll die Umsetzung erfolgen.“ Ein Antrag auf Baugenehmigung muss beim Landkreis Northeim gestellt werden.

Im Moringer Stadtgebiet wären es die ersten Windräder. Vor Jahren hatte sich eine Bürgerinitiative mit Erfolg gegen den Bau von Anlagen im Moringer Becken gewehrt.

Die Stadt Moringen will schon seit längerem einen neuen Flächennutzungsplan mit Vorranggebieten für Windkraftanlagen aufstellen, ist damit bislang aber nicht vorangekommen, weil diese Neuaufstellung ein Investor übernehmen soll. Nach den Worten von Bürgermeisterin Heike Müller-Otte ist die Verwaltung jetzt mit einem neuen im Gespräch. Er habe Interesse am Bau von Windanlagen im Bereich der Mülldeponie. (zhp)

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