Zukunft des Zeltlagers in Hullersen ungewiss

60 Kinder und Jugendliche dabei – Selbsttests ermöglichen Teilnahme

Viel Spaßen hatten die 60 Kinder des Zeltlagers in Hullersen: Allerdings mussten aus Hochwassergründen zwei Lagerplätze aufgebaut werden.
+
Viel Spaßen hatten die 60 Kinder des Zeltlagers in Hullersen: Allerdings mussten aus Hochwassergründen zwei Lagerplätze aufgebaut werden.

„Für die Kinder war es wie ein Traum“, so fasst Pastor Matthias Lüskow das Zeltlager der Kirchengemeinde Leine-Weper zusammen. 60 Kinder zwischen 4 und 14 Jahren und 30 Mitarbeiter zelteten acht Tage auf dem traditionellen Lagerplatz an der Ilme am Ortsrand von Hullersen.

Hullersen – Das Hygienekonzept einer geschlossenen Kohorte sei aufgegangen. Zum ersten Mal seit eineinhalb Jahren konnten die Kinder und Jugendlichen auf Maskenpflicht und Abstandsregeln verzichten, freut sich Lüskow. Lediglich die regelmäßigen Corona-Selbsttests erinnerten daran, dass die Pandemie noch nicht vorüber ist. „Bei schönstem Sommerwetter wurde die Ilme zum Baden und Paddeln genutzt, auf dem Lagerplatz wurde gebaut, gekocht und gebastelt und abends am Lagerfeuer fröhlich gesungen“, heißt es im Nachbericht zum Zeltlager.

Pastor Lüskow ist laut Pressemitteilung besonders stolz darauf, dass die Kirchengemeinde beide Corona-Sommer aktiv gestalten konnte. Während 2020 nur ein kleines Ersatzzeltlager möglich war, konnte das Zeltlager 2021 beinahe im gewohnten Rahmen stattfinden. Ein besonderer Dank gilt, so Lüskow, Kinderärztin Dr. Katharina Diepold und dem Ordnungsamt des Landkreises Northeim, die die Kirchengemeinde darin ermutigt haben, das Zeltlager unbedingt durchzuführen. „Wir haben immer wieder gemerkt, dass die Kinder gerade erst dabei sind, ihren Weg zurück in das normale Leben zu finden. Das Zeltlager war auf diesem Weg hoffentlich ein guter Baustein“, berichtet der Pastor.

Aber es gibt auch ein Problem, was die Zukunft des Zeltlagers anbelangt, macht Lüskow deutlich. Wenige Tage vor Beginn des Zeltlagers wurde das Thema des Hochwasserschutzes akut.

Weil der Lagerplatz im potenziellen Überflutungsbereich der Ilme liegt, musste das Zeltlager doppelt aufgebaut werden. Auf dem bewährten Lagerplatz fand das Tagesprogramm statt. Für die Übernachtung der Teilnehmer wurden weitere Zelte auf dem nahe gelegenen Sportplatz errichtet.

Aufgrund der zwei zu betreuenden Plätze wären die ehrenamtlichen Mitarbeiter doppelt gefordert gewesen, so Lüskow. „Die Kinder haben sich schnell an den Abendspaziergang vom Lagerplatz zum Schlafplatz gewöhnt, aber für die ehrenamtlichen Mitarbeiter war das ständige Hin und Her eine Zumutung.“

Gemeinsame Mitarbeiterrunden am Lagerfeuer wären in diesem Jahr nicht möglich gewesen, obwohl keine relevanten Niederschlagsmengen angekündigt waren und der Pegel der Ilme daher konstant blieb.

Ob das Zeltlager weiterhin in Hullersen stattfinden kann, hänge also auch davon ab, wie die Übernachtungsfrage in Trockenzeiten mit der Wasserbehörde des Landkreises geklärt werden könne, so Lüskow zur ungewissen Zukunft des Zeltlagers. (Rosemarie Gerhardy)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.